Der umtriebige Viva-Betriebsrat Thomas Dieckmann erklärte, dass in Wirklichkeit 270 von 290 Viva-Jobs nach der Übernahme verloren gingen. MTV hatte gestern in einer Pressemitteilung von 120 von ingesamt 600 Mitarbeitern gesprochen, die ihren Arbeitsplatz verlieren. Dabei bezog sich MTV auf die Anzahl der Arbeitsplätze der Viva Media AG, zu der auch die Produktionsfirma Brainpool gehört. Dieckmann hingegen konzentrierte sich lediglich auf die Mitarbeiter der Firma Viva Fernsehen, die ebenfalls zur AG gehört.
So hatte der Betriebsrat formuliert: „In Zukunft werden bei Viva nur noch rund 20 Leute arbeiten. Die von MTV bekannt gegebenen Zahlen sind Schönfärberei.“ Die MTV-Führung verteidigte jedoch die Zahlen und erläuterte, dass neben den 120 betriebsbedingten Entlassungen 90 befristete Verträge nicht verlängert würden. 20 Viva-Mitarbeiter wechselten zu Brainpool, fünf Mitarbeiter zögen in das Kölner Büro von Dieter Gorny. Die Übrigen werden künftig in Berlin und Köln Viva und Viva Plus betreuen.
Dieckmann kündigte zudem eine einstweilige Verfügung gegen den Vorstand der Viva Media AG an, die am 15. März in Köln vor Gericht verhandelt werden soll. Darin gehe es noch immer darum, dass der Betriebsrat in die Planung einbezogen werde, sagte Dieckmann.





