Eine Bonus-DVD, ein paar neue Songs und ein anderes Cover reichten nicht für R&B-Star Usher, um mit der Neuauflage seines Erfolgsalbums „Confessions“ die Spitze der US-Charts zurückzuerobern. Country-Superstar George Strait verkaufte 7000 Alben mehr – auch wenn Charts-Ermittler Nielson SoundScan das nicht gleich erkannte. Zunächst hieß es, Universal Nashville hätte von Straits „50 Number Ones“ in der ersten Verkaufswoche 330.500 Exemplare abgesetzt. Das hätte lediglich Platz zwei knapp hinter Usher bedeutet. Doch dann fand man heraus, dass die Daten eines großen landesweiten Händlers nicht korrekt waren. Inzwischen steht fest, dass die Country-Platte exakt 342.969 Käufer fand und Strait damit der wahre Spitzenreiter ist. Welcher Händler die rund 12.000 Verkäufe unterschlagen hat, wurde nicht bekannt.
Ushers Geständnisse machten dennoch einen imposanten Satz nach oben: Die Platte rangierte in der Vorwoche noch auf Platz 24, der Re-Release sorgte jedoch für ein Absatzplus von über 700 Prozent. SoundScan zählt beide Versionen zusammen, in der vergangenen Woche verkaufte BMG 336.000 Kopien, seit Jahresanfang notiert der Topseller bei inzwischen sechs Millionen verkauften Einheiten.
Position drei ergattert Good Charlotte mit „The Chronicles of Life & Death“. Das dritte Album der Band setzte in der ersten Verkaufswoche 198.500 Stück ab. An vierter Stelle steigt Korn mit „Greatest Hits Vol. 1“ (130.000) ein. Deutschlands neue Nummer eins, „Around The Sun“ von R.E.M., muss sich im Heimatland mit 61.000 Verkäufen und Platz 13 begnügen. Ebenfalls knapp – jedoch auf deutlich niedrigerem Niveau – war die Entscheidung zwischen Raphael Saadiqs „Ray Ray“ und „The Grind Date“ von De La Soul: Saadiq schaffte Platz 86 dank einem Verkaufsvorsprung von 62 CDs.
Insgesamt verkaufte die US-Branche in der abgelaufenen Woche 10,9 Mio. Alben – 1,7 Prozent mehr als in der Vorwoche. Seit Jahresanfang sind es 474 Mio. Einheiten, ein kumuliertes Plus von rund 5,5 Prozent.






