Recorded & Publishing

US-Verleger erwägen Pauschallizenz für Onlineverkäufe

Die amerikanischen Musikverleger wollen sich künftig mehr den neuen digitalen Vertriebsformen öffnen. David Israelite, der neue Chef der US-Verlegervereinigung NMPA, stellte vor Mitgliedern des Repräsentantenhauses eine Pauschallizenz in Aussicht. Welche Auswertungsformen davon profitieren sollen, ist allerdings noch unklar.

Die amerikanischen Musikverleger wollen sich künftig mehr den neuen digitalen Vertriebsformen öffnen. David Israelite, der neue President & CEO der US-Verlegervereinigung National Music Publishers Association (NMPA), stellte vor Mitgliedern des Repräsentantenhauses eine Pauschallizenz in Aussicht.

Im Rahmen von Gesprächen mit dem Urheberrechtsausschuss des US-Parlaments demonstrierte Israelite den Kooperationswillen der NMPA, der in der Vergangenheit oft vorgeworfen wurde, neue Verkaufsmodelle mit einem undurchsichtigen und langsamen Lizenzierungsprozess zu behindern. Welche Auswertungsformen davon profitieren sollen, ist allerdings noch relativ unklar. „Wir sind bereit, alles zwischen den Eckpfeilern Radio und reinem Verkauf zu berücksichtigen“, sagte Israelite. „Also auch alles, was unter den Sammelbegriff Subskriptionsdienste passt.“

Ob dazu auch geschlossene Tausch-Communities wie Peer Impact oder offene P2P-Anwendungen, die sich über die Clearingstelle Snocap legitimieren, gehören, verriet der NMPA-Chef nicht. Für Jonathan Potter, den Vorsitzenden der Digital Media Association, ist die neue Haltung der Verleger ein „guter Anfang“. Sollte es Israelite nun noch gelingen, Verwertungsgesellschaften wie ASCAP und BMI auf Linie zu bringen, „könnte dies eine interessante Diskussion werden“.

Mehr zum Thema