Starbucks hat es vorgemacht, nun will auch Nordstrom musikalisch werden. Die US-Modekaufhauskette will sich als nontraditional Outlet etablieren und bietet künftig eine limitierte Anzahl CDs an und setzt dabei auch auf Exklusivtitel.
Nordstrom gilt in den Vereinigten Staaten neben Häusern wie Bloomingdales und Saks Fifth Avenue als führender Modeausstatter im gehobenen Segment. Das Musikangebot soll fürs Weihnachtsgeschäft zunächst nur in ausgesuchten Filialen in Südkalifornien und im Nordwesten der USA erhältlich sein und anfangs rund 20 Titel umfassen. Ab 2007 sollen dann alle 156 Niederlassungen mit CDs bestückt werden.
Das erhältliche Sortiment soll dabei an den mutmaßlichen Geschmack der Klientel angepasst werden. So finden sich zum Auftakt u.a. Alben von Acts wie John Mayer, Justin Timberlake, The Killers, Vanessa Hudgens, Beck, Wolfmother, Plain White T’s oder Feist im Programm. Pete Nordstrom, Urenkel des Firmengründers und President of Merchandising, will beim Einstieg ins Musikgeschäft die Balance zwischen etablierten Stars und relativ unbekannten Musikern halten.
Das Einkaufsverhalten für Musik habe sich in den letzten Jahren deutlich verändert und Nordstrom wolle sich diesen Umstand zunutze machen. Die Firma will aber nicht nur Charts- und Trendtitel anbieten, sondern sich auch mit exklusiven Veröffentlichungen von anderen NTOs abgrenzen. Beim Beginn des Angebots handelt es sich um einen Jamie Cullum-Sampler und eine Wiederveröffentlichung der 1995er „Anthology“ von Marvin Gaye. Für die Feiertage gibt es zudem zwei exklusive Kopplungen: „A Nordstrom Classic Holiday“ und „A Nordstrom Modern Holiday“.
Die Preise für die CDs werden sich zwischen zwölf und 25 Dollar bewegen. Nordstrom will sein CD-Sortiment peu à peu auf etwa 70 Alben ausbauen und ggf. auch Hörstationen einsetzen. Die Titel werden nicht in einer speziellen Tonträgerabteilung, sondern nach Genres verteilt in den verschiedenen Modebereichen präsentiert.





