Universal Music will in Großbritannien künftig keine Songs aus dem Firmenkatalog für kostenlose CD-Beilagen von Zeitschriften oder Zeitungen freigeben. Das Unternehmen reagiert damit auf die zurückgehenden Einnahmen im Compilation-Bereich, die es teils auf die Umsonst-CDs zurückführt. Allein seit Jahresbeginn brach das Compilation-Geschäft in Großbritannien im Jahresvergleich um zehn Prozent ein.
„Es gibt mittlerweile so viele dieser blöden Dinger, dass sie unserem Compilation-Bereich mehr schaden als nutzen“, erklärte Brian Berg, Managing Director der Special-Marketing-Abteilung von Universal Music UK. Ausgenommen von dieser Regelung bleiben allerdings Songs von Newcomern, die Universal auf diesem Weg auch weiterhin bekannt machen möchte.
Die Entscheidung wurde vom Handelsverband BARD, vom Music Managers Forum (MMF) und der Handelskette HMV begrüßt. Im vergangenen Jahr hatten Fachhändler in Großbritannien den Plattenfirmen gedroht, Repertoire von Acts, die auf beigelegten CDs erscheinen, aus den Regalen zu nehmen. Sie sahen sich durch das ihrer Meinung nach zu offenherzige Verhalten der Musikunternehmen gegenüber diesen CDs in ihrer Existenz bedroht.





