Recorded & Publishing

TuneTribe will Downloadvertrieb mit CDs ergänzen

Der britische Downloadverkäufer TuneTribe will ins physische Geschäft. Der Digitalvertrieb für Künstler ohne Plattenvertrag und Indie-Labels will seinen Geschäftspartnern bis August auch den Vertrieb von CDs ermöglichen.

Der britische Downloadverkäufer TuneTribe will ins physische Geschäft. Der Digitalvertrieb für Künstler ohne Plattenvertrag und Independentlabels will seinen Geschäftspartnern bis Mitte August auch den Vertrieb von CDs und Vinyl-Schallplatten ermöglichen. Zu diesem Zweck sucht TuneTribe-Gründer John Strickland nach Informationen des „Guardian“ derzeit nach einem Distributionspartner. Strickland will diejenigen Acts, die sich bei TuneTribes am besten in Form von Downloads verkaufen, künftig auch mit Tonträgern in die Plattenläden bringen. Die Verwirklichung dieses Plans hängt noch an einer Finanzierungslösung. Beim Start von TuneTribe im Januar hatten sich Strickland und sein Partner Tom Findley von der Formation Groove Armada eine Mio. Pfund an Startkapital gesichert, derzeit verhandeln die beiden noch mit Investmentfirmen in London.

TuneTribe verfolgt ein anderes Geschäftsmodell als die meisten Downloadverkäufer: Die Verkaufspreise bestimmen die Rechteinhaber nämlich selbst, von jedem verkauften Song gehen 80 Prozent der Erlöse an den Urheber. Das ist deutlich mehr, als Künstler durch digitale Vertriebsabkommen mit dem Verkauf ihrer Musik bei Napster, Apple oder OD2 verdienen können. Zu den namhaftesten Auftraggebern auf Künstlerseite zählen bislang The Libertines, Morrissey und Paul Oakenfold. Über 50 Labels arbeiten bereits mit TuneTribe zusammen, darunter Firmen wie Soma, One Little Indian, Wall Of Sound oder V2.

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