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Till Brönner und Nana Mouskouri erhalten Verdienstorden

Am 5. Oktober 2026 verleiht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland unter anderem an die Sängerin Nana Mouskouri und den Jazz-Musiker Till Brönner.

Die Verleihung findet ab 11 Uhr im Amtssitz am Spreebogen statt. Insgesamt 21 Bürgerinnen und Bürger werden zum Tag der Deutschen Einheit mit dem Verdienstorden ausgezeichnet. „Die zwölf Frauen und neun Männer machen sich in vielfältiger Weise um die demokratischen Werte, um Aussöhnung sowie die internationale Verständigung verdient. Sie sind herausragende Stimmen der gesellschaftspolitischen Debatten in unserem Land, fördern als Künstlerinnen und Künstler das gegenseitige Verständnis in der Gesellschaft und tragen aktiv zum Zusammenhalt bei“, heißt es aus Berlin.

In der Begründung für die Auszeichnung von Till Brönner schreibt das Bundespräsidialamt, dass Till Brönner einer der weltweit bekanntesten und gefragtesten Jazzmusiker unserer Zeit sei. „Der Trompeter und Flügelhornist, Komponist und Produzent vereint musikalische Eleganz und stilistische Raffinesse mit enormer künstlerischer Vielseitigkeit. Dabei versteht er sich stets auch als Botschafter, der mit der verbindenden Kraft der Musik Brücken in die Gesellschaft baut – zwischen Generationen, Nationen, Kontinenten. Kultur sei, so sagt Till Brönner, unsere DNA, und immer wieder verweist er auf deren besondere Bedeutung für unsere Gesellschaft.“

Mit großem Nachdruck setze sich Till Brönner für die Belange der freischaffenden Künstler ein und mache sich in öffentlichen Debatten für den Erhalt der Kultur- und insbesondere der Musikförderung stark. „Mit seiner Haltung, leidenschaftlich das Letzte aus seiner Trompete herauszuholen, ist er gerade für junge Menschen ein ermutigendes Vorbild, sich Ziele zu setzen und auf dem eigenen Weg voranzugehen.“

Wird ebenfalls mit einem Verdienstorden ausgezeichnet: Till Brönner, hier bei der Goldenen Henne am 4. September 2026. Foto: Matthias Wehnert/Imago

Bei Nana Mouskouri steht in der Begründung, dass die Künstlerin als Kind die Besatzung Griechenlands durch die deutsche Wehrmacht erlebt habe. „Nach ihrer Gesangsausbildung und ersten Erfolgen in ihrer Heimat kam sie dennoch 1961 nach Deutschland. Von hier startete ihre einzigartige internationale Karriere als eine der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt, geschätzt im ganzen Land, bei Jung wie Alt, und das bis heute.“

Dass sie trotz ihrer traumatischen Kindheitserinnerungen an die deutsche Besatzungszeit wenige Jahre nach Kriegsende einen Prozess der Aussöhnung mit eingeleitet habe, präge bis heute das Griechenlandbild der Deutschen. „Stets hat sich Nana Mouskouri für Frieden und Freiheit eingesetzt. Wie wichtig ihr diese Werte sind, zeigt auch ihr großes Engagement über ihr künstlerisches Wirken hinaus: Von 1994 bis 1999 war sie Mitglied des Europaparlaments, seit 1993 ist sie UNICEF-Botschafterin.“