Recorded & Publishing

T-Online will in den Player-Markt

T-Online drängt mit einem eigenen Abspielgerät ins digitale Musikgeschäft. Burkhard Graßmann bestätigte, dass man Mitbewerber Apple nun auch im Bereich Hardware angreifen wolle. Für 2005 peilt er zudem bei den verkauften Tracks die monatliche Mio. an.

Die Telekom-Tochter T-Online drängt mit einem eigenen Abspielgerät ins digitale Musikgeschäft und will Mitbewerber Apple auch auf diesem Feld Konkurrenz machen. „Wir sprechen mit einem asiatischen Hersteller, um ein Abspielgerät unter unserer Marke Musicload.de auf den Markt zu bringen“, sagte Vorstandsmitglied Burkhard Graßmann der „Financial Times Deutschland“. Im Bereich Downloads habe man iTunes bereits auf den zweiten Platz verwiesen, meint Graßmann. Der Mitbewerber sei nur im Zuge des Medienrummels um den Europastart der Plattform Marktführer gewesen. Zwar gebe Apple keine Verkaufszahlen bekannt, aber Musicload verkaufe derzeit rund 250.000 Tracks pro Monat, AOL 200.000.

Bis Ende des Jahres peilt Graßmann die Marke von 500.000 über Musicload verkauften Tracks pro Monat an. Da der Markt rasant wachse, könne man schon 2005 die Millionengrenze überschreiten. „Die wichtigste Aufgabe ist, die Leute vom illegalen zum legalen Musikdownload zu konvertieren“, sagte Graßmann der „FTD“. Ebenfalls entscheidend sei es, die Kompatibilitätsprobleme in den Griff zu bekommen: „Noch lieber als ein eigenes Gerät wäre mir, wenn Apple sein Musikformat lizenzieren würde und wir auch Musik für den iPod verkaufen könnten.“