So beklagte Rainer Ritter, der Manager von Caterina Valente, die einen Echo für ihr Lebenswerk erhielt, in Heft 14 das niedrige „geistige Niveau“ der Laudatoren. Vor allem aber in der Volksmusik- und Schlagerszene regte sich Protest, nachdem die Deutsche Phono-Akademie in diesem Jahr erstmals auf einen eigenen Volksmusik-Echo verzichtete und statt dessen eine Kategorie „Volksmusik/Schlager/Crossover“ kreierte. So kamen die Kastelruther Spatzen um ihren achten Echo, der ihnen eigentlich sicher war. Und das wiederum sorgte bei ihrer Plattenfirma Koch für Unmut – wie auch bei Volksmusik-Mentor Hans R. Beierlein.
Gerd Gebhardt, der Vorstandsvorsitzende der deutschen Phonoverbände, hatte zwar auf der Echo-Gala für nächstes Jahr eine eigene Volksmusik-Echo-Verleihung angekündigt, doch Details blieben offen. Zur klärenden Diskussionsrunde trafen sich deshalb Gebhardt und RTL-Unterhaltungschef Matthias Alberti Mitte Mai in der musikwoche.de-Redaktion mit Hans R. Beierlein. Bei dieser Gelegenheit machte Alberti, der im November von RTL zu Sat.1 wechselt, übrigens deutlich, dass das Echo-Konzept für 2003 in den Händen seines Nachfolgers Tom Sänger liegen werde, der seit dem 1. Juni den neuen Bereich Unterhaltung Show & Daytime bei RTL leitet.
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