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Spotify wächst, kommt aber unterm Strich nicht ans Vorjahr heran

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 legt Spotify bei den Nutzer:innen und Umsätzen zu. Auch operativ ging es prozentual zweistellig bergauf, indes blieb der Streamingdienst beim Nettoergebnis unter dem Wert aus dem Vergleichszeitraum 2025.

“Unser Geschäft entwickelte sich im dritten Quartal erfreulich“, ließen Alex Norström und Gustav Söderström als Co-CEOs von Spotify bei der Vorstellung der Zwischenbilanz fürs dritte Quartal kurz vor Handelsbeginn an den New Yorker Börsen am 22. Oktober 2026 wissen. Der Streamingdienst habe alle prognostizierten KPIs erreicht oder sogar übertroffen: „Insgesamt sind wir mit unseren Ergebnissen auch in Hinblick auf den Jahresausklang sehr zufrieden. Wir sehen unser Unternehmen gut aufgestellt, um im Jahr 2026 ein stärkeres Wachstum sowie verbesserte Margen zu erzielen.“

In den drei Monaten bis Ende September konnte Spotify die Zahl der zahlenden Abonnent:innen im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres um neun Prozent auf 306 Millionen steigern, wobei die Co-CEOs den Nettozuwachs an Abonnenten auf sechs Millionen beziffern, womit man die eigenen Erwartungen um eine Million übertroffen habe. Die Zahl der monatlich mindestens einmal aktiven Nutzer:innen (MAUs) wuchs derweil um elf Prozent auf 788 Millionen.

Bei konzernweiten Einnahmen in Höhe von 4,969 Milliarden Euro erzielte Spotify im dritten Quartal ein Umsatzplus von gut 16 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Das Abogeschäft wuchs dabei um rund 15 Prozent auf Umsätze von 4,487 Milliarden Euro, im Bereich der Werbevermarktung legte Spotify um neun Prozent auf 482 Millionen Euro zu. 

Bei operativen Erträgen in Höhe von 672 Millionen Euro ging es um 15,4 Prozent voran, allerdings blieb der Streamingdienst beim Nettoergebnis doch deutlich unter den Vorgaben: Zwar erlöste Spotify 518 Millionen Euro, blieb damit aber doch um gut 42 Prozent unter dem vor Jahresfrist erzielten Ergebnis in Höhe von 899 Millionen Euro. Zur Erinnerung: Im dritten Quartal 2025 hatte Spotify seine Nettoerträge auf rund das Dreifache der im Vergleichsquartal 2024 eingespielten Summe von 300 Millionen Euro steigern können und verwies damals zur Begründung unter anderem auf geringere Marketing- und Personalkosten.

Aktuell nun weist Spotify operativ deutlich höhere Ausgaben als im Vorjahr aus, unter anderem sei das vorübergehend erhöhten Kosten im Marketing sowie bei Ausgaben für Cloud- und KI-Dienste geschuldet.

In Hinblick auf die KI-Entwicklung sieht Gustav Söderström den Streamingdienst gut aufgestellt: Spotify gehöre zu den Bereichen, die im Zeitalter autonomer KI-Agenten „besonders florieren“ könnten, prognostizierte der Co-CEO: „Denn solche Agenten sind hervorragend darin, Aufgaben zu übernehmen oder zu erledigen, die Menschen lieber nicht selbst ausführen möchten.“ Bei Unterhaltung aber verhalte sich das genau umgekehrt: „Niemand würde einen KI-Agenten bitten, einen Song für ihn ‚zusammenzufassen‘. Der eigentliche Sinn davon, sich von lästigen Aufgaben zu befreien, besteht doch gerade darin, mehr Zeit für die Dinge zu gewinnen, die einem wirklich Freude bereiten.“

Fürs laufende vierte Quartal peilt man bei Spotify Umsätze in einer Größenordnung von rund 5,2 Milliarden Euro an und ein operatives Ergebnis von rund 820 Millionen Euro.