Recorded & Publishing

Spotify misst den Streaming-Effekt der Fußball-WM

Zwei Tage nachdem das Finale in New Jersey die 2026er Fußballweltmeisterschaft beschloss, nimmt Spotify einigen Songs, die mit dem Turnier in Verbindung stehen, den Puls. Darunter die Songs aus der Halbzeit-Show wie „Everything Hallelujah“ oder „Music“, der offizielle WM-Song „Dai Dai“ oder auch „Wonderwall“.

Ob ein Song im Umfeld eines großen Sportereignisses stattfindet, spielt für die Streaming-Performance des Titels eine immens große Rolle. Nicht zuletzt hat man dies am Auftritt von Bad Bunny in der Halbzeit-Show beim Super Bowl gesehen.

Am 19. Juli 2026 wagte nun auch die FIFA den Schritt hin zu einem erweiterten Entertainment-Angebot rund ums WM-Finale und veranstaltete erstmals eine Halbzeit-Show. Für die auftretenden Künstler:innen bedeutete dies starkes Streaming-Wachstum.

Justin Biebers Abrufe auf den Song „Everything Hallelujah“ stiegen im Anschluss um 240 Prozent, Madonnas „Music“ legte um 180 Prozent zu, „Dai Dai“ von Shakira und Burna Boy zählte 155 Prozent mehr Streams und „Dynamite“ von BTS wurde 205 Prozent häufiger abgerufen als vor der Show.

Aber auch Songs, die mit dem Turnier assoziiert werden, konnten ordentlich zulegen: die offizielle FIFA-Hymne „Desire“ von Robbie Williams und Laura Pausini kommt auf 945 Prozent mehr Abrufe als sonst, liegt allerdings insgesamt bei lediglich knapp zwei Millionen Streams. Der WM-Song „Champions“ vom Streamer IShowSpeed legte im Anschluss ans Finale um 200 Prozent bei den Streamingwerten zu.

Nach dem 1:0-Sieg von Spanien über Argentinien verzeichneten zudem drei Songs ein massives Streamingplus, die mit der Nationalmannschaft der Iberer verbunden wurden. „La Roja Baila“ von Niña Pastori, RedOne & Sergio Ramos legte um 23.235 Prozent zu, „Y Que Due?“ von Don Miguelo um 2555 Prozent und „Lamine“ von Morad um 480 Prozent.

Aber auch die Nationen, die nichts mit dem Titel zu tun hatten, feierten mit ihren Songs. Wohl am auffälligsten: Das englische Team sang gemeinsam mit seinen Fans nach den Siegen Oasis‘ „Wonderwall“. Der Titel legte allein in Großbritannien mehr als 300 Prozent an Streamingabrufen zu und erreichte am 12. Juli Rang zwei der weltweiten Spotify-Charts.