“Ich sehe meine Aufgabe im Moderieren von komplexen Prozessen“, erklärt Löhe im Gespräch mit musikwoche.de, „meine Mitarbeiter übernehmen eigene Verantwortung und entwickeln die einzelnen Departments aktiv mit.“ Löhe hat die Struktur diesen Vorgaben entsprechend ausgerichtet und insgesamt sechs Abteilungen geschaffen: Epic ist jetzt ganz auf das Genre Pop fixiert. Volker Neumüller, der bei seinem früheren Arbeitgeber BMG Berlin ein Garant für Hits war, wird sich um die „Schnelldreher“ kümmern und für Single-Hits sorgen. Auch die Dance Division, die jetzt von Dirk Dreyer geleitet wird, berichtet an Neumüller.
Columbia wird unter der Leitung von Ralf Kotowski als Ergänzung zu Epic den progressiven Bereich abdecken. Der Schlager/Volksmusik/MOR-Bereich wurde zu einer eigenen Einheit mit den Mitarbeiterinnen Bettina Exner und Tanja Merz zusammengefasst, aktuell betreuen die beiden Die Jungen Tenöre und Nino De Angelo. Die vierte Division, „Label Coordination“, leitet Tessy Schulz, die zusammen mit Product Manager Mark Ladage die individuelle Betreuung der mit Columbia vertraglich verbundenen Labels leistet. Fünftes Element ist die Promotion-Abteilung unter der Leitung von Nikolaus Steinhagen. Die Sechserrunde komplettiert der Bereich International Exploitation, den Ariane Willay repräsentiert. Boris Löhe will mittels flacher Hierarchien erreichen, dass seine Mitarbeiter ihre Möglichkeiten optimal entfalten können. Dabei sieht er sich in Einklang mit der Philosophie von Sony Music-President Dr. Balthasar Schramm: „Das passt bestens zusammen. Schramm lässt sich den ‚President“ nicht anmerken, sondern entwickelt perfekte Strategien und blickt über den Tellerrand hinaus.“
Auch das Zusammenspiel seiner Mitarbeiter und ihrer Erfahrungen, die sie bereits bei Plattenfirmen wie EMI, eastwest, Mercury oder BMG Berlin gesammelt haben, kommt Löhe nach eigenen Aussagen durchaus entgegen. „Die verschiedenen Unternehmenskulturen sind extrem faszinierend, und deshalb kann jeder vom anderen noch etwas lernen“, meint der Chef von Sony Music Domestic.






