Recorded & Publishing

Igor Levit dockt mit eigenem Label bei Sony Classical an

Der Pianist Igor Levit gründet sein eigenes Label unter dem Namen No Silence. Den Auftakt bilden gleich drei Albumveröffentlichungen am 23. Oktober 2026 in Partnerschaft mit Sony Classical.

Bereits seit seinem Debütalbum im Jahr 2013 vertraut Igor Levit auf die Klassiksparte von Sony Music, mit der ihm bislang mehrere Platzierungen in den Top 20 der Offiziellen Deutschen Albumcharts gelungen sind. Der Pianist will nun eigene Wege gehen und gründet sein eigenes Label No Silence mit dem Geschäftsführer Carsten Bartholl.

Der Name des Unternehmens sei inspiriert von der Aktion „Gegen das Schweigen, gegen Antisemitismus“, die der Musiker gemeinsam mit anderen Künstler:innen am Berliner Ensemble kurz nach dem Anschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 initiiert hatte, heißt es aus Berlin. „Es ist meine Antwort auf die vielfältigen Krisen unserer Zeit, von denen der Verlust von Menschlichkeit, auch durch Technologie, die größte ist“, so Levit. „No Silence ist nicht einfach Label, No Silence ist Haltung. Für Schönheit, für Mut, gegen Konformismus, gegen Extremismus, für Menschlichkeit.“ Der Pianist führt weiter aus: „Unsere Welt kann nie genug Stimmen haben, die künstlerisch intervenieren. Die für Schönheit, für Grenzenlosigkeit, für Befreiung und fürs Menschsein eintreten. No Silence steht für all dies. Und es soll das Netzwerk werden, welches Künstler dabei unterstützt, ihr eigenes Werk so selbstbewusst wie nur irgend möglich in die Welt hinauszutragen.“ No Silence soll nach dem Auftakt nämlich mehr als „nur“ ein Label sein. Vielmehr möchte Levit unter dem Namen weitere Projekte anschieben, wie unter anderem ein Festival, eine Akademie sowie ein Förderprogramm.

Zunächst aber das Musikalische: Am 23. Oktober veröffentlicht No Silence in Zusammenarbeit mit Sony Classical gleich drei Alben. Zum einen erscheint das Debütalbum von Lukas Sternath. Der Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs und BBC New Generation Artist interpretiert auf dem Album Werke von Franz Liszt und Franz Schubert. Zum anderen veröffentlicht Levit selbst seine Einspielung der Klavierbearbeitung Liszts von Beethovens 3. Sinfonie „Eroica“, kombiniert mit Arnold Schönbergs „Ode an Napoleon“. Zudem spannend: Das dritte Werk im Bunde kommt in einer speziellen Ausführung daher. Von Levits Aufnahme der „Vexations“ von Erik Satie erscheinen 840 Ausführungen einer Sonderedition mit NFC-Chip und einem signierten Notenblatt aus der Aufnahmesession. Künftig erscheinen zudem alle Veröffentlichungen von Levit über das neue Label.

Geschäftsführer Bartholl meint: „Musik war immer schon meins. Dass ich in diesem Leben aber noch einmal unfallfrei ‘Gymnopédie’ buchstabieren kann, macht mich sehr stolz. Im Ernst: Bis zum heutigen Tag war es eine unfassbar interessante und spannende Reise – mit Igor, den anderen Künstlern, dem Team. No Silence landet in dieser Welt genau zum richtigen Zeitpunkt.“

„Igor Levit ist – sowohl als Musiker als auch darüber hinaus – eine Persönlichkeit, die stets bestrebt ist, positiv auf ihr Umfeld zu wirken und Authentizität zu wahren, sei es in Gedanken oder Taten“, erklärt Mark Cavell, President Sony Music Masterworks. Der Start von No Silence sei ein weiteres Beispiel hierfür. „Die Künstler, die das Privileg haben werden, bei diesem Label unter Vertrag zu stehen, stehen ebenso für diesen Geist und dieses Ethos“, so Cavell. „Sony Classical und die Masterworks-Division sind außerordentlich stolz darauf, bei diesem Vorhaben mit Igor zusammenzuarbeiten.“

Per Hauber, President Sony Classical, ergänzt: „Der Launch von No Silence ist der nächste Meilenstein unserer langjährigen, engen und erfolgreichen Partnerschaft mit Igor Levit, die seit jeher von tiefem Vertrauen und außerordentlicher Kreativität geprägt ist. Gleich die ersten Veröffentlichungen setzen völlig neue, außergewöhnliche Akzente, und das Sony Classical Team sowie die Masterworks Division blicken voller Vorfreude auf diesen Start!“