Recorded & Publishing

Song e.V. stellt frisch formierte Doppelspitze vor

Der Berufsverband für Songwriter:innen hat sich neu aufgestellt: Nach der nun auch formal vollzogenen Fusion von Song e.V. und VERSO richtete die Organisation im Umfeld der GEMA-Festspiele jüngst ihre erste gemeinsame Mitgliederversammlung aus. Dabei verabschiedete man einstimmig eine neue Satzung und wählte den Vorstand neu.

Mit dem Zusammenschluss des bisherigen Song e.V. mit VERSO führt der unter dem bekannten Namen Song e.V. neu formierte Verband künftig die beiden Fachgruppen PROText und VERSO – Vereinigung Songwriting unter einem Dach. Diese Struktur spiegelt sich auch in einem paritätisch besetzten Vorstand mit je zwei Präsidenten und zwei Stellvertretenden wider.

Bei der Versammlung votierten die Mitglieder für Frank Ramond und Tobias Reitz, die für die kommenden drei Jahre die Sparte PROText als Präsident und Stellvertreter repräsentieren. Ihnen zur Seite stehen Daniel Flamm und Sebastian Rätzel als Präsident und Stellvertreter für VERSO. Den Beirat bilden Diana Ezerex, Leslie Jost und Diane Weigmann, als Schatzmeister fungiert Thorsten Schmidt und das Amt des Schriftführers hat Erdmann Lange übernommen.

Von gut 300 Mitgliedern des Song e.V. waren bei der Versammlung 40 stimmberechtigte Mitglieder anwesend, wie MusikWoche auf Nachfrage beim Verband erfuhr; weitere Mitglieder nahmen online teil, waren damit allerdings nicht stimmberechtigt.

Auch künftig will sich der Berufsverband für die vielschichtigen Interessen von Songwriter:innen starkmachen. Unter anderem will man sich für eine Session-Fee einsetzen, also eine allgemeine Vergütung von Songwriting-Sessions. Aber auch ein fairer Umgang mit Urheber:innen in der KI-Diskussion und eine bessere Vergütung von Songwriter:innen im Musikstreaming – zum Beispiel durch die Einführung des User-Centrics-Models – stehen auf der Agenda der Organisation: „Darüber hinaus wird der Song e.V. auch weiterhin eine aktive Rolle gegenüber der Politik einnehmen, sowohl auf Bundes-, als auch als Teil der ECSA – European Composers & Songwriter Alliance auf europäischer Ebene“, heißt es auf Nachfrage von MusikWoche. Darüber hinaus wolle man für die Mitglieder „attraktive Songwriting-Camps, Workshops und Events zum Vernetzen“ organisieren.