Recorded & Publishing

Schramm will Effizienz stärken

Mit der Umstrukturierung will Sony-Chef Dr. Balthasar Schramm klare Verantwortlichkeiten schaffen und die Effizienz des Unternehmens stärken.

“Wir bauen Strukturen, die unseren Mitarbeitern die Freiräume schaffen, sich zu serviceorientierten Spezialisten zu entwickeln. Unser großartiges Team hat dazu das Potenzial“, erklärte Schramm. Die Unternehmensspitze setzt sich nun wie folgt zusammen: Wingolf Mielke übernimmt den Posten des Executive Vice Presidents & General Managers GSA, und Boris Löhe leitet Sony Music Domestic als Managing Director. Der Managing Director für den Bereich Sony Music International steht ebenfalls fest, soll aber erst in Kürze benannt werden. Uwe Lerch leitet als Managing Director den Bereich Sony Music Media, Herbert Krambo verantwortet als Managing Director Sony Music GSA weiterhin den Bereich Commercial Marketing & Sales, die Personalabteilung leitet Margit Themar als Vice President Human Resources GSA, und Sharon Mehler fungiert künftig als Manager Sony Music Corporate Communication. Epic-Chef Jörg Hacker verlässt im Zuge der Umstrukturierung das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen.

Sony Music will mit der Neuausrichtung die Wachstumspotenziale des Markts optimal nutzen. Serviceorientierung sei dabei die zentrale Botschaft des neuen Zuschnitts: „Mein Background ist Dienstleistung“, meint Schramm. „Wir werden eine breit gefächerte Kundenorientierung zum Kernpunkt im Selbstverständnis unseres Unternehmens machen. Als Major sehen wir gerade hier unsere Chance.“

Der Bereich Sony Music Domestic soll seinen Marktanteil deutlich erhöhen. Dazu schafft Schramm vier flexible Zellen, die sich eng an den Zielgruppen einzelner Genres orientieren sollen: Columbia richtet sich eher progressiv aus, Epic soll sich zum Spezialisten für Dance und Pop entwickeln. Für MOR-Künstler soll eine eigene Division geschaffen werden und für Partner-Labels wie X-Cell, Four Music, ka² oder PirateRecords eine eigene Schnittstelle mit festem Ansprechpartner.

Die Herausforderung für Sony Music International bestehe vor allem darin, die Vermarktung der Produkte zu optimieren und internationale Talente zu entdecken und durchzusetzen. „Indem wir klare Verantwortlichkeiten organisieren, entstehen auch klare Zielvereinbarungen und Synergieeffekte. Zugleich steht mehr Zeit für Networking und kreatives Arbeiten zur Verfügung. Das wird ebenso die Qualität dauerhaft erhöhen wie das Selbstvertrauen und den Spaß.“

Außerdem führt Schramm zur optimalen Vermarktung des Repertoires im Bereich Commercial Marketing & Sales eine Schnittstelle unter dem Namen Corporate Clients ein. In den Kooperationen mit Agenturpartnern und Markenartiklern sieht Sony Music ein attraktives Wachstumspotenzial. Außerdem sollen auf allen digitalen Vertriebswegen Promotionsstrategien und One-To-One-Marketing intensiviert werden.