Charts-Ermittler Nielsen SoundScan wusste es schon Anfang Juli, nun bestätigt auch der US-Verband RIAA den Aufwärtstrend. Die amerikanische Musikwirtschaft lieferte in der ersten Jahreshälfte 8,5 Prozent mehr Tonträger an den Einzelhandel aus. Statt 267 Mio. Einheiten wie in den ersten sechs Monaten des Jahres 2003 setzten die RIAA-Firmen nun 289 Mio. Units ab. Der Handelswert dieser Auslieferungen stieg um 4,5 Prozent auf 4,697 Mrd. Dollar. Am deutlichsten wird das Plus bei CD-Alben, von denen die US-Branche sogar 10,2 Prozent mehr an den Handel ausliefern konnte. Rechnet man auch alle anderen Verkaufsformen mit in die Bilanz ein, dann fällt das Plus allerdings etwas abgeschwächter aus: 4,0 Prozent mehr Einheiten (349 Mio.) sind im VK 3,6 Prozent mehr wert (5,05 Mrd. Dollar).
Die höchsten Zuwächse gab es erwartungsgemäß wieder beim DVD-Absatz, der nach Einheiten um 101 Prozent (11,2 Mio.) und nach Verkaufswert um 54 Prozent stieg. Der Gesamtmarkt mit Musikvideos (VHS und DVD) über alle Handels- und Absatzkanäle stieg nach Units um 91,6 Prozent (12,0 Prozent). Die Zahl der Downloadverkäufe betrug in den ersten sechs Monaten 58,6 Mio.
Trotz des Aufschwungs bleibt jedoch unter dem Strich festzustellen, dass das Niveau der Shipments an den Handel im Vergleich zum ersten Halbjahr 2001 um 4,3 Prozent niedriger liegt, das der gesamten Auslieferungen sogar um 9,8 Prozent. „Wir steigen gerade aus einem tiefen Loch und haben noch ein ganzes Stück des Weges vor uns“, kommentierte RIAA-Chairman Mitch Bainwol.





