Wie der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft stets betont, sorgt der österreichische Musikstandort für eine Wertschöpfung in Höhe von über sieben Milliarden Euro. Einiges davon fließt allerdings nicht zu den österreichischen Musikschaffenden, sondern vielmehr zu den großen Unternehmen, die mit internationaler Musik in Österreich Geld verdienen.
Dies führe auch dazu, dass immer mehr Player der Musikwirtschaft ihre Strukturen in Österreich abbauen. Auch dadurch verschwinde Kapital zur Investition in Musik aus dem Land, so der Verband.
Einen Teil dieses Geldes will man sich in der Alpennation nun zurückholen. Denn: Zwar will der Fachverband herausgefunden haben, dass rund 25 Prozent der in Österreich konsumierten Musik nationalen Ursprungs sind, allerdings entfallen nur vier Prozent der gestreamten Musik auf den heimischen Markt.
Das heißt, die Erträge mit dem Streaming bleiben nicht im Land, sondern fließen zu den Streamingunternehmen mit Sitz im Ausland. Mit der sogenannten Streamingabgabe will die Politik nun ein wenig dagegensteuern. Der Fachverband nennt eine ähnliche Maßnahme in Frankreich als Vorbild für das Vorhaben.
„Alle Parlamentsparteien haben zuletzt gemeinsam die Erarbeitung einer Musikstrategie beschlossen. Wenn uns der Musikstandort wirklich am Herzen liegt, dann dürfen wir nicht schulterzuckend zur Kenntnis nehmen, dass der Großteil der Einnahmen einfach abfließt“, so Hannes Tschürtz, Musiksprecher im Fachverband der Film- und Musikwirtschaft.
Tschürtz betont auch: „Der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft unterstützt daher die Idee eines zweckgebundenen Investitionsmechanismus nach internationalem Vorbild, bei dem ein kleiner Teil der Umsätze großer Streamingplattformen wieder in österreichische Musikproduktion, Nachwuchs, Export und Professionalisierung reinvestiert wird“, so Tschürtz abschließend.






