Recorded & Publishing

Nur geringes Minus im US-Markt

Das Musikbusiness in den USA verzeichnete im abgelaufenen Jahr mit einem Minus von 0,8 Prozent gegenüber 2002 einen weitaus geringeren Rückgang als in den drei Jahren zuvor.

Das Musikbusiness in den USA verzeichnete im abgelaufenen Jahr mit einem Minus von 0,8 Prozent gegenüber 2002 einen weitaus geringeren Rückgang als in den drei Jahren zuvor. Dieser Wert bezielt sich auf alle Formate inklusive legaler Downloads. Der Absatz von CD-Alben ging in den Vereinigten Staaten 2003 um 2,1 Prozent zurück. 2002 hatte das Minus in diesem Bereich indes noch 8,7 Prozent betragen. Für die deutliche Verlangsamung des Abschwungs war vor allem ein starkes viertes Quartal verantwortlich, das bei CD-Verkäufen ein Plus von 5,6 Prozent und bei Verkäufen aller Formate gar eine Steigerung von 10,5 Prozent in Relation zum Vorjahreszeitraum einbrachte. Erfolgreiche Anti-Pirateriemaßnahmen und das weiter verbesserte Angebot an legalen Online-Angeboten führten 2003 zu einem Wachstum von Album-Verkäufen im Internet um 20 Prozent auf über 21,7 Mio. und zu einer Zunahme gekaufter digitaler Download-Tracks, deren Zahl allein im zweiten Halbjahr bei 19,2 Mio. lag. Starke Gewinne verzeichneten Musik-DVDs mit einem Plus von 104,5 Prozent gegenüber 2002. Musik-CDs stellten mit 635,8 Mio. Einheiten indes weiter mit 96 Prozent den Löwenanteil des Absatzes. Das umsatzstärkste Album des Jahres lieferte Rapper 50 Cent mit dem 6,5 Mio. Mal verkauften Longplayer „Get Rich Or Die Tryin'“ vor Grammy-Queen Norah Jones mit „Come Away With Me“ (5,1 Mio.) und der Rock-Band Linkin Park mit „Meteora“ (3,4 Mio.). Universal war trotz eines Verlustes von rund einem Prozentpunkt mit einem Marktanteil von 28 Prozent bei den Longplayern Jahressieger der Companies vor der Warner Music Group (16,4 Prozent) und BMG (15,5 Prozent), die beide zulegen konnten. Sony Music verlor zwei Prozent im Vergleich zu 2002 und kommt in der Jahresabrechnung auf 13,7 Prozent vor der um 1,3 Prozent verbesserten EMI (9,7 Prozent).