Recorded & Publishing

NMPA-Chef verkündet KI-Deals mit Udio und Klay

Bei der Jahreshauptversammlung der National Music Publishers‘ Association erklärte President und CEO David Israelite, der Verlagsverband habe sich auf eine Lizenzvereinbarung mit den KI-Musiktools Udio und Klay geeinigt. Die NMPA ist damit der erste Branchenzusammenschluss, der sich mit einer KI-Plattform einigt.

Neben den Jahresumsätzen der US-amerikanischen Musikverlage, die 2025 bei 7,3 Milliarden Dollar lagen, stand das Treffen der National Music Publishers‘ Association (NMPA) am 10. Juni 2026 besonders im Zeichen einer brisanten Ankündigung.

CEO und President David Israelite verkündete, dass man sich mit Udio auf einen Lizenzdeal geeinigt habe. Udio befindet sich auf Recorded-Ebene bekanntermaßen noch immer in einem Rechtsstreit mit Sony Music und wurde zuvor ebenfalls von Universal Music und Warner Music verklagt. Mit den beiden Majors hat man sich allerdings mittlerweile geeinigt.

Israelite betonte, Udio habe zugestimmt, Lieder und Tonaufnahmen beim Training von KI gleichermaßen zu berücksichtigen. Die NMPA sei zudem der erste branchenumfassende Verband, der einen solchen Deal mit einem der großen KI-Anbieter aus dem Musiksektor schließe. NMPA-Mitglieder könnten das Udio-Angebot ab Montag, dem 15. Juni, einsehen und dem Vorschlag zustimmen, heißt es in Medienberichten.

Der CEO meldete außerdem eine Vereinbarung mit dem noch nicht veröffentlichten KI-Tool Klay, das sich bereits mit den drei Majors auf einen Lizenzdeal geeinigt hatte. Die Details dazu lassen allerdings noch bis später in diesem Sommer auf sich warten.

„Die Herausforderungen, die die KI mit sich bringt, sind gewaltig und entwickeln sich ständig weiter. Wir gehen sie jedoch mit einem ganzheitlichen Ansatz an“, lässt sich Israelite in einer Mitteilung zitieren. „Großartige Musik wird niemals von Maschinen in Massenproduktion hergestellt werden. Wir sind hier, um für das zu kämpfen, was Kunst bedeutungsvoll macht: authentische menschliche Inspiration.“