Im Hause Sony Music ist man sich sicher, dass die Betreiber von Udio zahlreicheAufnahmen aus dem Katalog des Musikunternehmens für das Training ihres generativen KI-Musikdienstes verwendet haben. In einer Klage ging es im Frühjahr 2026 zunächst um mehr als 61.000 Titel, jüngst kamen in einem zusätzlichen Verfahren mehr als 30.000 weitere Songs hinzu. An anderer Stelle fordern zahlreiche Musikunternehmen im Schulterschluss mit Branchenverbänden international einheitliche Brandmarken für den Einsatz von KI-Tools bei der Musikproduktion und Streamingdienste kündigen an, KI-Tracks kennzeichnen zu wollen.
Unterm Strich sollen diese Bemühungen ebenso wie die Klagen von Verwertungsgesellschaften wie der GEMA oder Musikunternehmen dazu beitragen, dass die Kreativschaffenden und ihre Partner:innen aus der Musikwirtschaft in einem Lizenzmarkt an den Erlösströmen der KI-Konzerne partizipieren können.
Aber ist die für eine möglichst faire Vergütung nötige Zuordnung von KI-Titeln zu den Quellen ihrer urheberrechtlich geschützten Werke überhaupt möglich? Und welche Tools könnten das leisten? Diese Fragen will eine Diskussionsrunde bei der Konferenz Music Frontiers im Rahmen des Reeperbahn Festivals beleuchten.
Das Panel unter dem Motto „From Training Data To Rights Holder: Closing The Attribution Gap“ steigt am Freitag des Reeperbahn Festivals, dem 18. September, ab 12.00 Uhr im Schmidtchen. Mit dabei sind unter anderem Jessica van Loon als Strategic Advisor der niederländischen Verwertungsgesellschaft Buma-Stemra, Hanna Lukashevich, die beim Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) in Ilmenau als Gruppenleiterin Semantic Media Technologies fungiert, und Florian von Hoyer, der als Chief Growth Officer beim AIxchange-Unternehmen aus dem Paradise-Worldwide-Umfeld und als COO der schweizerischen Musikvertrieb AG fungiert. Als Moderator ist MusikWoche-Redakteur Knut Schlinger mit an Bord.






