Im Rahmen der Münchner Medientage diskutierten Experten auf zwei Panels über die Entwicklung des Online-Musikmarkts und neue Geschäftsmodelle in diesem Bereich. Mark Mulligan, Analyst beim Marktforscher Jupiter MMXI, stellte eine Studie vor, nach der die Ausgaben der europäischen Konsumenten in diesem Bereich von 563 Millionen Euro im Jahr 2001 auf über zwei Milliarden Euro in 2006 ansteigen werden. Die Schwierigkeit für die Industrie sei nun, ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu entwickeln. Frank Günther, Executive Director Investment Banking bei Morgan Stanley, erklärte, er habe noch kein funktionierendes Modell gesehen. Er glaube aber an Mischformen von verschiedenen Einnahmemöglichkeiten für die Industrie. Nach Ansicht von Joel Berger, Vice President MTVi Central, lasse sich mit Musik im Netz dann Geld verdienen, wenn Musik mit Zusatzangeboten wie Künstlerinformationen, News, Web-Events oder Internetradio „veredelt“ werde. Julia Rübsamen, Director Strategy & Online Development bei BMG Entertainment GSA, sieht derzeit die Technik als „Hemmschuh für alle Business-Modelle“. Sie kündigte für das nächste Jahr Projekte auf nationaler Ebene an. Frank Sarfeld, Vice President New Media der Bertelsmann AG, zeigte sich davon überzeugt, dass das neue Napster-Modell, bei dem weiterhin das Peer-to-Peer-Verfahren zum Einsatz komme, große Chancen verspreche. Die Popularität und Bedeutung von P2P werde unter anderem aufgrund der geringen Kosten dieses Distributionsmechanismus durch UMTS noch steigen, so Jeane-Paul Schmetz von Burda Digital.
Medientage diskutierten Online-Geschäftsmodelle
Zwei Panels befassten sich auf den Münchner Medientagen mit der Zukunft des Online-Musikmarkts.





