Recorded & Publishing

Klares Bekenntnis zu Hamburg

Bernd Dopp, President Warner Music Germany Group, sprach sich in der Eröffnungsrede zur Jahrestagung mit klaren Worten für den Musik-Standort Hamburg aus.

Den Umzug seines Unternehmens in das neue Warner-Gebäude im Deichtorcenter, der am 8. Juni über die Bühne gehen soll, nannte er einen „symbolischen Akt, der die emotionale Zusammenführung der Warner-Companies ausdrückt“. Hamburg sei „Deutschlands Music-City Nummer Eins“, und dafür gebe es fünf Gründe:

Erstens wäre die deutsche HipHop-Szene ohne Hamburger Künstler wie Deichkind, Absolute Beginner, Eisfeld, 5 Sterne Deluxe, Fettes Brot oder Labels wie Yo Mama und Eimsbusch nicht vorstellbar. Zweitens sei auch Deutschlands Top-Dance-Label Kontor in Hamburg ansässig. Drittens agierten die beiden größten Musikverlage EMI Music Publishing und Warner/Chappell von Hamburg aus. Viertens habe die Hamburger Schule Bands wie Tocotronic, Blumfeld oder Die Sterne hervorgebracht. Und fünftens: „Warner Music is in the House!“

Berlin habe hingegen eine massive Personalmisere sowie wirtschaftliche Probleme, und die „populistischen Äußerungen von Berliner Lokalpolitikern“ klängen eher wie das „Pfeifen im Walde“. In Hamburg hingegen fehle es an Unterstützung und Präsenz der Politik – „und vor allem an dem Bewusstsein dafür, welchen Glanz Warner Music dieser Stadt bringt“. Dopp forderte ein stärkeres Engagement der Hansestadt ein: „Es ist ein fataler Fehler, uns lediglich auf den Wirtschaftsfaktor zu reduzieren. Die Entscheider der Stadt sollten endlich damit aufhören, uns zu fragen, was Warner Music für Hamburg tun kann. Was kann die Hansestadt für uns tun – das ist die Frage. Wir sind ein Garant dafür, dass Hamburg als Entertainment-Standort auch weiterhin Gewicht behält.“

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