Recorded & Publishing

Indie-Verlage und GEMA wollten “Westachse” mit FLINTA* Songwriting Camp stärken

NRW-Musikverlage und GEMA haben in Köln das FLINTA* Songwriting Camp „Die Westachse“ ausgerichtet. 16 Songwriter*innen und Produzent:innen arbeiteten zwei Tage lang gemeinsam an neuen Songs. Dabei standen besonders Vernetzung, Diversität und die Stärkung der regionalen Musikwirtschaft im Fokus.

In Köln haben einige in NRW ansässige Musikverlage in Kooperation mit der GEMA das FLINTA* Songwriting Camp „Die Westachse“ veranstaltet. Über zwei Tage kamen 16 Songwriter:innen und Produzent:innen in den Maarweg Studios und im Tonstudio Tinseltown zusammen, um in Teams neue Songs zu entwickeln. Die Teilnehmenden arbeiteten in Gruppen von drei bis vier Personen, wobei jedes Team sowohl kompositorische als auch produktionstechnische Expertise vereinte.

Beteiligt waren die Verlage Roof Music (Bochum), VLRA Songs, Stargaze Tunes (Köln), K22 (Krefeld), Clay Hill Music (Lohmar) und Tinseltown Music (Köln). Ergänzt wurde die Liste der Teilnehmenden durch Vertreter:innen der Editionen Ladies&Ladys (Münster), Mickle Muckle (Bochum) sowie Edition 99 Rockets Records (Gelsenkirchen). Zwei weitere Plätze wurden über eine GEMA-Ausschreibung vergeben.

Ein zentrales Anliegen des Camps war die Vernetzung der beteiligten Musikunternehmen aus NRW. Die Veranstalter gingen davon aus, dass die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Projekt neue Geschäftsbeziehungen anstoßen und die regionale Musikwirtschaft nachhaltig stärken könne, heißt es in einer Mitteilung. Der Titel „Westachse“ stehe dabei für den kreativen Korridor zwischen Ruhrgebiet, Rheinland und den angrenzenden Regionen, der nach Einschätzung der Initiatoren über erhebliches, bislang wenig sichtbares Potenzial verfüge.

Darüber hinaus verfolgte das Camp das Ziel, FLINTA*-Personen im Songwriting und in der Musikproduktion gezielt zu fördern. Diese Gruppe sei in produktionsnahen Bereichen der Musikbranche nach wie vor unterrepräsentiert, so die Veranstalter:innen. Das Camp sollte einen Rahmen bieten, in dem Vernetzung und gegenseitiger Austausch unter Gleichgesinnten möglich werden. Die entstandenen Kontakte sollen als Ausgangspunkt für künftige Kollaborationen dienen.

Im Anschluss an das Camp soll bewertet werden, welche der entstandenen Songs sich für eine Veröffentlichung durch Artists aus dem Netzwerk eignen. Roof Music hat bereits angekündigt, das Format wiederholen zu wollen, um NRW als Standort für Songwriting und Musikproduktion weiter zu etablieren.