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Impala legt Einspruch gegen Sony BMG ein

Der europäische Indie-Dachverband Impala legt Einspruch gegen die Genehmigung der Fusion Sony BMG durch die Europäische Kommission ein. Der Wettbewerb im Musikgeschäft werde verzerrt, klagen Manager wie Fitz Braum oder Horst Weidenmüller.

Der europäische Indie-Dachverband Impala legt Einspruch gegen die Genehmigung der Fusion Sony BMG durch die Europäische Kommission vom 19. Juli ein. Beratungen auf nationaler Ebene und im Impala-Vorstand hätten „überwältigende Unterstützung“ für den Einspruch ergeben, heißt es beim Verband. Mit dem Einspruch wolle man „gegen das Marktungleichgewicht ansteuern“ und einen „fairen und wettbewerbsfähigen“ Markt ermöglichen. Dies schulde man den Konsumenten und Musikfans. Die Impala-Mitglieder stellen die nötigen Finanzmittel für den Einspruch über einen Fond bereit, der interessierten Unterstützern offen steht. „Wenn sich Major Companies dergestalt zusammenschließen, wie das hier geschieht, um mit noch mehr Geld Jagd auf unsere Künstler machen zu können, muss man von Wettbewerbsverzerrung reden“, kritisiert Fitz Braum, Managing Director von Four Music: „Dadurch werden die Anstrengungen der kleinen. unabhängigen Labels, die sich verstärkt um den Aufbau lokaler Künstler kümmern, ad absurdum geführt.“ Zudem würden durch die Fusion nicht nur kurzfristig eine Menge Arbeitsplätze vernichtet, „sondern nachhaltig auch keine neuen geschaffen werden können“, ergänzt Braum.

Auch Horst Weidenmüller, Impala-Vorstandsmitglied und CEO von !K7 Records, sieht die Entwicklung kritisch: „Seien wir ehrlich, die Majors werden darum kämpfen, ihren Markanteil zu vergrößern, mit weniger Künstlern und höheren Marketing-Budgets.“ Die weitere Marktkonzentration dränge die unabhängigen Firmen immer mehr an den Rand: „Die Konsequenz daraus ist, dass der Rahmen, in dem wir in die Läden und die Radios kommen, kleiner wird, und dass wir dazu gezwungen werden, weniger Musik zu veröffentlichen.“

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