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IFPI erfreut über Anfangserfolge von „Mexiko Plus“

Ein Testlauf zur Eindämmung von physischer Piraterie in Mexiko scheint laut ersten Erfahrungsberichten die gewünschten Erfolge zu verzeichnen. Das Programm „Mexiko Plus“ hilft Straßenhändlern mit Sonderrabatten in die Legalität. Die IFPI sieht schon jetzt Umsatzzuwächse.

Ein Testlauf zur Eindämmung von physischer Piraterie in Mexiko scheint laut ersten Erfahrungsberichten die gewünschten Erfolge zu verzeichnen. Seit August 2004 versuchen die örtlichen Behörden in Kooperation mit der Musikbranche im Rahmen des Programms „Mexiko Plus“ verschärft gegen Piraten und ihre illegale Ware vorzugehen. Gleichzeitig sollen Händler aufgeklärt und ermutigt werden, nur lizenzierte Produkte anzubieten.

Viele Händler – auch frühere Schwarzhändler – werden deshalb mit besonders stark rabattierten CDs beliefert, um im Kampf mit dem Piratenmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Offizielle CD-Alben kosten daher mancherorts umgerechnet nur noch zwischen drei und vier Euro, Singles sind bereits für 1,30 Euro zu haben. Was auf den ersten Blick wie Ausverkauf klingt, hat jedoch die volle Unterstützung der IFPI. „Wir wollen den Straßenverkäufern, die wir mit Piratenware erwischt haben, legale Alternativen aufzeigen“, erklärt IFPI-Chairman John Kennedy.

Die Rechnung scheint aufzugehen: Central de Discos, einer der Großhändler, der an dem Projekt teilnimmt, vermeldet für die ersten drei Monate des Jahres einen geschätzten Umsatzzuwachs von 20 bis 30 Prozent. Allein im Bundesstaat Guadalajara verkaufe man nun pro Monat 50.000 Einheiten mehr. Bis vor fünf Jahren war der mexikanische Musikmarkt noch unter den zehn größten der Welt – im Jahr 2000 machte die Branche dort noch einen Umsatz von 665 Mio. Dollar. Innerhalb von drei Jahren sanken die Handelsumsätze um fast 50 Prozent, die Pirateriequote beträgt heute rund 60 Prozent.

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