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Grand-Prix-Quote sackt auf Rekordtief

Als Alt gegen Jung wurde der deutsche Vorentscheid zum Grand Prix empfunden, bei dem schließlich die Jugend in Form von Gracia Baur gegen den Veteranen Ralph Siegel und seine Schützlinge die Oberhand behielt. An der Erosion der NDR-Quoten änderte dies indes nichts.

Als Alt gegen Jung wurde der deutsche Vorentscheid zum Grand Prix empfunden, bei dem schließlich die Jugend in Form von Gracia Baur gegen den Veteranen Ralph Siegel und seine Schützlinge die Oberhand behielt. An der Erosion der Einschaltquoten, denen der NDR in den letzten Jahren Einhalt gebieten wollte, änderte dies indes nichts: 3,56 Mio. Fernsehzuschauer wollten die Show sehen, die erstmals an einem Samstag zur besten Sendezeit lief. Das sind fast zwei Mio. Zuschauer weniger als im Vorjahr. Auch der Marktanteil sank von 17,8 Prozent im Jahr 2004 auf nur noch 11,2 Prozent.

Damit lockte der deutsche Vorentscheid in diesem Jahr nur unwesentlich mehr Fans vor die Bildschirme als das Finale zum „Bundesvision Song Contest“ von Stefan Raab. Pro7 verzeichnete vor vier Wochen 3,23 Mio. Zuschauer. Ein Ergebnis, das NDR-Unterhaltungschef Dr. Jürgen Meier-Beer als völlig unzureichend bezeichnete: „Uns wären die 3,23 Millionen Zuschauer von Pro7 zu wenig gewesen“, sagte er damals im Interview mit MusikWoche. Nun übt er sich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Schadensbegrenzung und verteidigt das ernsthaftere Konzept, nur Musiker und Songs zuzulassen, mit denen Deutschland international eine Chance haben könnten: „Die Frage, wer Deutschland international vertritt, hat aber leider nicht mehr das Interesse gefunden wie früher.“ Die Auswahl der Musik und der Kandidaten sei richtig gewesen, so Meier-Beer, auf „Quatsch“ à la Guildo Horn wolle man auch in Zukunft verzichten.

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