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Gorog sieht Napster als stärkste Download-Marke

Napster-Chef Chris Gorog will mit seinem digitalen Musikangebot einen Paradigmenwechsel einleiten. Statt wie Konkurrent Apple auf proprietäre Werte zu setzen, glaubt Gorog an eine schöne neue Download-Welt, in der Mietmodelle à la Napster To Go die Nase vorn haben.

Napster-Chef Chris Gorog will mit seinem digitalen Musikangebot einen Paradigmenwechsel einleiten. Statt wie Konkurrent Apple auf proprietäre Werte zu setzen, glaubt Gorog an eine schöne neue Download-Welt, in der Mietmodelle à la Napster To Go die Nase vorn haben. In einem Interview mit dem US-Magazin „Engadget“ präsentiert Gorog seine Vision für die Entwicklung des digitalen Vertriebs. Im Mittelpunkt steht dabei der Wiedererkennungswert der Marke Napster. „97 Prozent der Internetnutzer kennen Napster; 74 Prozent stehen der Marke positiv gegenüber“, sagt Gorog. Dieser Werte seien ein unglaublicher Vorteil für sein Angebot: „Unsere kleine Firma hat bei Weitem den größten Namen“, erklärt der Manager, der vor gut zwei Jahren nach einem Insolvenzverfahren den Neustart mit der ehemaligen P2P-Börse gewagt hatte.

Der Napster-Chef glaubt daran, dass Napster schon bald zu einem ernsthaften Konkurrenten für Marktführer iTunes werden könnte. Für ihn ist das Napster-Angebot aus konzeptioneller Sicht sogar überlegen. „iTunes erreicht wahrscheinlich nur zehn bis 15 Prozent des Umfangs im Vergleich zu Napster. Wir bieten ein komplettes Download-Menü an, während iTunes immer noch 99 Cent pro Track und 9,95 Dollar für ein Album verlangt“, preist Gorog das eigene Angebot.

Die Kampfansage von Seiten Napsters erfolgte bereits in einer groß angelegten Werbekampagne zur Super Bowl, in der es hieß: „Was würden Sie lieber ausgeben: 10.000 Dollar für 10.000 Downloads oder 10 Dollar im Monat, für die Sie eine Mio. Songs anhören können“. Auch Apple-Chef Steve Jobs blieb nicht untätig und soll in einer Mail an zahlreiche Manager in der Musikindustrie auf die Sicherheitslücken des neuen Napster-Modells hingewiesen haben. Gorog antwortete darauf ebenfalls mit einem Mailing und erklärte, dass dieselben Sicherheitslücken auch auf das iTunes-Angebot zuträfen. Zudem sei die Technik des Mitschneidens von Streams seit Längerem bekannt und das Napster-DRM nach wie vor intakt. Gorog wertet die Apple-Offensive zudem als Indiz dafür, dass sich der Marktführer in seiner Position bedroht sehe. Die Auseinandersetzung könnte bald in die nächste Runde gehen: Angeblich denkt auch iTunes über ein konkurrenzfähiges Abo-Modell nach.

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