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GEMA startet Image-Kampagne

Im Zuge der Diskussion ums Urheberrecht und kurz vor der Entscheidung des Hamburger Landgerichts im Streit mit YouTube leitet die GEMA eine PR-Offensive ein: Unter dem Motto „Musik ist uns was wert“ will die Verwertungsgesellschaft die Öffentlichkeit für die Belange von Musikautoren sensibilisieren.

Im Zuge der Diskussion ums Urheberrecht und kurz vor der am 20. April anstehenden Entscheidung des Hamburger Landgerichts im Streit mit YouTube leitet die GEMA eine PR-Offensive ein: Unter dem Motto „Musik ist uns was wert“ will die Verwertungsgesellschaft die Öffentlichkeit für die Belange von Musikautoren sensibilisieren.

Zu den Maßnahmen der Image-Kampagne gehört eine Reihe mit sechs Plakatmotiven, die ab dem 17. April verbreitet werden sollen, Online-Aktionen über die Kampagnenwebseite laufen ab sofort. Hier können sich Nutzer auch aktiv beteiligen, ihnen winkt der Gewinn eines Privatkonzerts ausgewählter Künstler. Zum Start der Kampagne stellen sich hier die H-Blockx, Schiller, Konstantin Wecker und auch Moritz Eggert in den Dienst der kreativen Sache.

„In der Öffentlichkeit schwindet das Bewusstsein dafür, dass Musik einen Wert hat“, mahnt Bettina Müller, die scheidende Leiterin der Direktion Marketing & Kommunikation bei der GEMA. Die Image-Maßnahmen sollen nun „die Schutzwürdigkeit des schöpferischen Aktes“ betonen und der Öffentlichkeit zeigen, „dass es ihre persönlichen musikalischen Sternstunden ohne die kreativen Leistungen von Textdichtern und Komponisten nicht gäbe“, wie es aus München heißt.

So sollen denn auch die sechs Plakatmotive die kreative Vielseitigkeit der Musikurheber illustrieren: „Die Plakate zeigen Menschen in Situationen, in denen Musik sich mit ihrem eigenen Leben verbindet: im Tanztheater, beim Singen im Kirchenchor, beim Genuss des Lieblingsliedes“ – jeweils in Kombination mit dem Motto „Musik ist uns was wert“ und dem Verweis auf den kreativen Kopf hinter dem Werk, auf den ein Slogan anspielt. Hier reicht die Bandbreite der GEMA-Mitglieder von Klaus Doldinger und dem Verweis auf dessen „Tatort“-Titelmusik über den Komponisten Prof. Wolfgang Rihm bis hin zu „Engel“ von Johannes Oerding oder „Fußball ist unser Leben“ von Jack White. Die Image-Motive sollen ab dem 17. April als Plakate in den 14 größten deutschen Städten sowie als Anzeigen in ausgewählten Medien zu sehen sein.

Erarbeitet wurde die Kampagne von der Hamburger Agentur Philipp und Keuntje, auf die bis September 2012 angelegte erste Runde könnte im Frühjahr 2013 eine zweite folgen.