Die Zukunft der Medienstadt Hamburg wurde am 21. Oktober unter dem Motto „dialog in guten kreisen“ im Hamburger Audi-Zentrum diskutiert. Unter der Leitung von NDR-Moderatorin Sandra Maahn erörterten Medienprofis wie Tim Renner oder Studio-Hamburg-Geschäftsführer Robin Houcken vor 230 geladenen Gästen, warum Berlin dabei ist, Hamburg den Rang abzulaufen. Nach dem Umzug von Firmen wie Universal Music oder MTV an die Spree und der Kürzung der Hamburger Filmförderung treibt die Hanseaten die Angst um, zu einem Berliner Vorort zu verkommen. Als Gründe nannte Tim Renner die „mangelnde Kreativität“ und die Konservativität der Hamburger. Houcken rief zu einem Schulterschluss der Städte auf: „Die beiden Städte sind 90 Bahnminuten voneinander entfernt und können von den Stärken der anderen profitieren, denn die wahren Gegner von Hamburg und Berlin liegen im Westen und im Süden der Republik.“ Marc Schwieger von Scholz & Friends konstatierte, in Hamburg würde nichts passieren, es würden keine „Landmarken“ gesetzt. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Dialog zwischen den Kreativen selbst und mit der Politik fehle. Tim Renner versuchte das hanseatische Dilemma folgendermaßen auf den Punkt zu bringen: „In Berlin kannst du kreativ sein, in Hamburg wirst du dafür bezahlt.“
Experten sehen Medienstandort Hamburg in Gefahr
Die Zukunft der Medienstadt Hamburg wurde am 21. Oktober unter dem Motto „dialog in guten kreisen“ im Hamburger Audi-Zentrum diskutiert. Nach dem Umzug von Universal Music an die Spree und der Kürzung der Hamburger Filmförderung treibt die Hanseaten die Angst um, zu einem Berliner Vorort zu verkommen.






