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Ex-Europaparlamentarier geht in die kollektive Rechtewahrnehmung

Ibán García del Blanco übernimmt im August 2026 den Posten als Geschäftsführer von AEPO-ARTIS, zu deren Mitgliedern auch die deutsche GVL gehört. In seiner Zeit als Europaabgeordneter brachte der Spanier unter anderem eine Entschließung zum Musikstreaming auf den Weg.

Am 24. August 2026 soll Ibán García del Blanco seinen neuen Posten als General Secretary der Association of European Performers’ Organisations (AEPO-ARTIS) antreten. Das gab der europäische Dachverband der Verwertungsgesellschaften für Leistungsschutzrechte am 16. Juli bekannt. 

„Das ist zweifellos eine enorme Herausforderung, der ich mich stellen möchte und die ich nicht nur beruflich, sondern mit der ganzen Begeisterung jenes Kulturaktivisten angehen werde“ versprach Ibán García del Blanco in einem Beitrag bei LinkedIn, denn schließlich gehe es hier „um das wichtigste“ und „das schwächste Glied“ einer Kette, das zugleich „den größten Schutz“ verdiene, nämlich „die Künstlerinnen und Künstler“.

Ibán García del Blanco ist auf der kulturpolitischen Bühne kein Unbekannter: So saß der Rechtsanwalt von 2019 bis 2024 Europaabgeordneter für die S&D Group der Sozialdemokraten im europäischen Parlament, gab in dieser Zeit unter anderem zunächst den Anstoß zu einem Streaming Report sowie später zu einer Entschließung, die sich für Fairness im Musikstreaming starkmachte, arbeitete aber auch am AI Act mit.

Im Sommer 2025, als er bereits für das Beratungsunternehmen Lasker tätig war, blickte er im Gespräch mit MusikWoche-Autor Manfred Tari noch einmal auf die EU-Streaming-Resolution zurück, sprach über die Schere zwischen den Branchen in den USA und in der EU und darüber, ­welche musikalischen Förderpläne aus Brüssel er für nötig halten würde.

„In einer Zeit, in der technologische Entwicklungen – insbesondere im Bereich der KI – den Kreativsektor grundlegend verändern, wird García del Blanco mit seiner Erfahrung den Einsatz von AEPO-ARTIS für die Rechte von ausübenden Künstler:innen und eine faire Vergütung in ganz Europa stärken“, teilte der Verband zur Berufung des neuen Geschäftsführers mit.