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Erster Saisonhöhepunkt holt US-Handel nicht aus dem Tief

Das Zwischenhoch in der Thanksgiving-Woche hat dem amerikanischen Tonträgerhandel zwar ein beachtliches Absatzplus von fast 30 Prozent beschert, doch gemessen an den Vorjahresergebnissen ist die Kurzkonjunktur nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Das Zwischenhoch in der Thanksgiving-Woche hat dem amerikanischen Tonträgerhandel zwar ein beachtliches Absatzplus von fast 30 Prozent beschert, doch gemessen an den Vorjahresergebnissen ist die Kurzkonjunktur nur ein Tropfen auf den heißen Stein. An der insgesamt verhagelten Jahresbilanz wird das kaum etwas ändern. In der Woche bis zum 27. November wurden laut den Zahlen des Charts-Ermittlers Nielsen SoundScan in den USA 17 Mio. Alben verkauft, das sind 29,9 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Doch in der Vergleichswoche des Jahres 2004 waren es 12,7 Prozent mehr, was dafür sorgt, dass die US-Branche in Bezug auf den Tonträgerabsatz über den Handel nahezu unverändert um 9,9 Prozent dem Vorjahresergebnis hinterher hinkt. Zudem dürfte das Absatzplus der letzten Woche überwiegend aufgrund starker Rabatte am 25. November, dem „Black Friday“ nach dem Erntedankfest am Donnerstag, zu Stande gekommen sein. Daher ist auch fraglich, wie profitabel diese Zusatzverkäufe tatsächlich waren.

Seit Jahresanfang verkaufte der US-Handel 509 Mio. Alben, zur gleichen Zeit vor einem Jahr waren es bereits 565 Mio. Einheiten. Einziger Lichtblick für die verbleibenden Wochen: Eminems Best-of-CD „Curtain Call – The Hits“ erscheint am 6. Dezember und könnte helfen, das Blatt zu guter Letzt noch zu wenden. „Encore“, das letzte Studioalbum des Rappers, verkaufte vor einem Jahr innerhalb von nur zehn Tagen mehr als 1,5 Mio. Einheiten.

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