Roger Ames, der im Zuge der Übernahme der Warner Music Group durch Edgar Bronfman jr. seinen Posten als Musikchef bei Warner Music aufgeben musste, ist zurück im Geschäft: Die EMI-Macher Alain Levy (Chairman & CEO EMI Recorded Music) und David Munns (Vice Chairman & CEO EMI Recorded Music North America) einigten sich laut Medienberichten mit dem langjährigen PolyGram- und Warner-Manager auf einen Beratervertrag. Eine Bestätigung aus dem Hause der EMI Group steht derzeit noch aus.
Mit Ames und Levy fänden zwei langjährige Weggefährten wieder zusammen: In den 90er-Jahren berichtete Ames als President des damaligen PolyGram-Musikgeschäfts an Levy als Worldwide Chairman des Unternehmens. Allerdings verlor Ames seinen Posten Anfang 1999 im Zuge der Übernahme PolyGrams durch den damaligen Seagram-Macher namens Edgar Bronfman jr. Nur wenig später trat er in die Dienste Warners, brachte das von ihm gegründete Label London Records mit in den Konzern ein und stieg bis Ende 1999 als Nachfolger der Co-Chefs Bob Daly und Terry Semel zum Warner-Musikchef auf. Als sich Mitte 2004 abzeichnete, dass bei Warner kein Platz mehr für Ames blieb, stand gerüchteweise auch ein Wechsel zu Sony BMG im Raum.
Interessantes Detail am Rande: Vor der Übernahme der Warner Music Group durch Bronfman waren Ames und Levy in die Verhandlungen über eine mögliche Fusion der beiden Majors eingebunden. Mit dem angekündigten Börsengang Warners könnte dieses Thema ebenfalls erneut auf die Tagesordnung gelangen.






