DreamWorks SKG will aus dem Musikgeschäft aussteigen. Die Plattenfirma des Studios, DreamWorks Records, soll bis zum Jahresende an die Universal Music Group (UMG) verkauft werden, heißt es aus Hollywood. Die Eigentümer – Steven Spielberg, David Geffen und Jeffrey Katzenberg – erwarten durch den Verkauf einen Erlös in Höhe von 100 Mio. Dollar, berichten US-Medien. Damit kehrt das Hollywood-Dreigestirn der Musikbranche nach zehn Jahren den Rücken. Zwar habe man zuletzt mit – wenn auch niedrigen – schwarzen Zahlen operiert, aber die eigenen hoch gesteckten Ansprüche wurden mit der Firma nie erreicht, verlautete es aus dem Umfeld des Unternehmens. Sowohl das Label als auch der Musikverlag sollen nun an die UMG gehen, die bereits als Vertriebspartner von DreamWorks fungiert. Das Label soll dabei in der Division Interscope Geffen A&M aufgehen, das von Jimmy Iovine geleitet wird. Damit wären dann zwei ehemalige Firmen von David Geffen wieder unter einem Dach: Bereits im Jahre 1990 verkaufte er Geffen Records für 550 Mio. Dollar an MCA. Noch ist unklar, wieviele der etwa 120 Mitarbeiter an den Standorten in Los Angeles und Nashville von dem Verkauf betroffen sein werden. Was aus den beiden Chefs, Mo Ostin und Lenny Waronker, nach der Übernahme wird, ist ebenso fraglich. Vor zwei Wochen erst gab die UMG bekannt, dass sie bis Anfang 2004 rund 1350 Stellen streichen will, um so 200 Mio. Dollar pro Jahr zu sparen. Beobachter gehen nun davon aus, dass es Einschnitte in den Künstlerstamm geben wird. Zu den namhaftesten Acts von DreamWorks zählen Nelly Furtado, die Isley Brothers, Eels, Toby Keith und Elliot Smith, der erst letzte Woche Selbstmord beging.
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