Recorded & Publishing

Dossier: Podcasting

Podcasts gelten in Zeiten schrumpfender Radiomärkte als Hoffnungsschimmer für die Musikbranche. Bisher blockieren jedoch lizenzrechtliche Probleme den Durchbruch.

DŸstere Nachrichten sendet derzeit die Welt des Radios. Was viele in der Branche seit langem ahnen, wird von Studien bestŠtigt: Radiosender verlieren im Zeitalter des iPod rapide an Bedeutung. So berichtet das US-Marktforschungsinstitut Bridge Ratings, dass 85 Prozent aller zwšlf- bis 24-jŠhrigen Hšrer zur Beschallung lieber auf den eignen MP3-Player als aufs Radio vertrauen. Im ersten Quartal 2006 verbrachte die jugendliche Zielgruppe demnach wšchentlich 51 Stunden mit Radio hšren. Anderthalb Jahre zuvor waren es noch 62 Stunden gewesen. Mšglicherweise lŠuft das Radioprogramm auch nur noch im Hintergrund, wŠhrend der MP3-Player mit neuen Songs gefŸttert wird: Die Nutzungsdauer fŸr neue Medien stieg im gleichen Zeitraum von 55 auf 70 Wochenstunden an. €hnliche Tendenzen zeichnen sich auch in Deutschland ab; gerade den Jugendwellen lŠuft hier zu Lande das Publikum in Scharen davon. So hat die Nutzungsdauer der Hšrer unter 30 in den letzten fŸnf Jahren um 25 Prozent abgenommen, die jŸngste Mediaanalyse ergab fŸr die gesamte Branche einen Schwund von 554.000 Hšrern in einem halben Jahr. Angesichts solcher Zahlen machen sich auch bei den Plattenfirmen Sorgen breit. Denn wie kann man die Zielgruppe fŸr neue Musik begeistern, wenn diese sich mit den fŸr Apple typischen wei§en Kopfhšrern von der Au§enwelt abschirmt?

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