Recorded & Publishing

Digitales Platin geht an Outkast, Maroon 5 und Hoobastank

Der amerikanische Branchenverband RIAA vergibt nach einiger Verzögerung nun die ersten Edelmetallauszeichnungen für digitale Verkäufe. In die Platinregionen schafften es dabei zunächst Outkast, Hoobastank, D12 und Maroon 5. Hier zu Lande lässt eine vergleichbare Regelung noch auf sich warten.

Der amerikanische Branchenverband RIAA vergibt nach einiger Verzögerung nun die ersten Edelmetallauszeichnungen für digitale Verkäufe. In die Platinregionen schafften es dabei zunächst nur vier Formationen. Eigentlich wollte die RIAA digitales Gold und Platin bereits Ende August verleihen, aber offensichtlich war die unabhängige Prüfstelle mit der Verarbeitung der Downloadzahlen nicht rechtzeitig fertig geworden. Insgesamt verlieh die RIAA nun 45 Gold-, sechs Platinauszeichnungen und eine Mehrfachplatin-Auszeichnung. Der digitale Topseller mit über 400.000 verkauften Downloads ist demnach bislang „Hey Ya!“ von Outkast. Das HipHop-Duo bekam zudem Platin für „Roses“ und „The Way You Move“.

Ab 100.000 verkauften Downloads weist der Verband Gold aus, Platin gibt es für mindestens 200.000 digitale Verkäufe. Mit jeweils mehr als 200.000 Downloads sicherten sich auch „The Reason“ von Hoobastank, „My Band“ von D12 sowie „This Love“ von Maroon 5 Platin. Weitere Spitzentitel waren u.a. „Where Is The Love“ (Black Eyed Peas), „Dangerously In Love“ (Beyoncé), „Yeah!“ (Usher), „Are You Gonna Be My Girl“ (Jet), „I Believe In A Thing Called Love“ (The Darkness), „Turn Me On“ (Kevin Lyttle) und „Clocks“ (Coldplay). Jeder dieser Songs verkaufte mindestens 100.000 Downloads und qualifizierte sich somit für digitales Gold. Die RIAA zählt für ihre Downloaderhebung die Daten verschiedenster Onlineverkäufer wie z.B. AOL, iTunes Music Store, Napster, Musicmatch oder Liquid Digital Media.

Hier zu Lande lässt eine vergleichbare Regelung noch auf sich warten. Wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen zu hören war, gibt es zwar bereits Bestrebungen, Edelmetalle für Downloads einzuführen, offenbar aber konnte sich der Bundesverband im Rahmen seiner laufenden Mitgliederversammlung nicht zur Verabschiedung der nötigen Regularien entschließen.

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