Digitaler Vertrieb

DCN-Studie: Onlinepiraterie wird zum branchenübergreifenden Problem

3,7 Millionen deutsche Internetnutzer haben 2010 Medieninhalte aus unlizenzierten Quellen heruntergeladen. Verstärkt sind neben der Musikwirtschaft auch die Film- und Buchbranchen betroffen. Dies geht aus der aktuellen Studie zur Digitalen Content-Nutzung hervor, die auch eine neue Hauptquelle für illegale Downloads identifiziert.

3,7 Millionen deutsche Internetnutzer haben 2010 Medieninhalte aus unlizenzierten Quellen heruntergeladen. 185 Millionen Musikeinzeltracks, 46 Millionen Musikalben, sechs Millionen Hörbücher, 14 Millionen E-Books, 54 Millionen Kinofilme und 23 Millionen TV-Serien landeten allein im vergangenen Jahr auf diese Weise auf deutschen Festplatten. Zu diesem Ergebnis kommt die ehemals als Brennerstudie bekannte Studie zur Digitalen Content-Nutzung (DCN-Studie, pdf), die in diesem Jahr erstmals gemeinsam vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI), dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der GVU bei der GfK in Auftrag gegeben wurde. Legale Angebote mit eingerechnet, haben im vergangenen Jahr 19,9 Millionen Deutsche Onlineinhalte heruntergeladen oder gestreamt. 14,3 Millionen und damit 22 Prozent der Bevölkerung tätigten Downloads, 10,6 Millionen davon ausschließlich legal, die genannten 3,7 Millionen auch illegal.

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