Recorded & Publishing

CD bleibt Umsatzträger

Zum Abschlusspanel des Branchenforums „DVD Entertainment 2004“ von Entertainment Media und der MBA, wagten Experten unter dem Motto „Entertainment Agenda 2010“ Prognosen.

Zum Abschlusspanel des 5. Münchner DVD Entertainment Branchenforum wagten Experten unter dem Motto „Entertainment Agenda 2010“ Prognosen: „Bis 2010 werden wir bis zu 35 Prozent unseres Umsatzes nicht mehr mit CDs oder DVDs machen“, prophezeite Christopher Gersten, Managing Director Universal Strategic Marketing. Statt dessen würden andere Vertriebsformen wie Digitalvertrieb oder Klingeltöne an Bedeutung gewinnen. Ulrich Järkel, Senior Vice President BMG Media & Catalogue, wollte keine Prognose bis 2010 abgeben. Aber auch er rechne damit, dass „wir in drei Jahren rund ein Drittel unseres Umsatzes über digitale Vertriebswege machen.“ Hinzu kämen Einnahmen aus dem mobilen Geschäft.

Dazu sei es allerdings nötig, die Hausaufgaben zu machen. So kritisierte Järkel, dass es heute immer noch nicht möglich sei, in den wichtigsten Downloadshops auf alle aktuellen Top-Ten-Titel zugreifen zu können. Allerdings, so Järkel weiter, werde die CD bis 2009 ein substanzieller Umsatzträger für die Musikindustrie bleiben.

Bernhard Grill vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen warf in seiner Präsentation einen Blick auf die Zukunft des Entertainment-Markts. Angesichts der rasanten technischen Entwicklung „müssen wir aufpassen, den Zug nicht zum zweiten Mal zu verschlafen“, gab Gersten anschließend zu bedenken.