Recorded & Publishing

Britischer Singles-Markt profitiert vom Downloadgeschäft

Der ungebrochene Boom im Downloadverkauf hat den britischen Singlesmarkt im ersten Quartal um 48 Prozent bei den Stückzahlen wachsen lassen. Mehr als 4,5 Mio. Downloads helfen dem seit Jahren dahinsiechenden Singlesgeschäft wieder auf die Beine, obwohl der physische Absatz um 14 Prozent sank.

Der ungebrochene Boom im Downloadverkauf hat den britischen Singlesmarkt im ersten Quartal um 48 Prozent bei den Stückzahlen wachsen lassen. Mehr als 4,5 Mio. Downloads helfen dem seit fünf Jahren dahinsiechenden Singlesgeschäft wieder auf die Beine, obwohl der physische Absatz um 14 Prozent sank. Die diversen Onlineshops in Großbritannien verkaufen zur Zeit durchschnittlich 300.000 Titel pro Woche – vor einem Jahr waren es erst 20.000.

In den ersten drei Monaten seit Jahresbeginn setzte die britische Branche 4.546.108 Downloads ab – ein Zuwachs um 1.737 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Verkauf von physischen Singles sank um 14 Prozent auf 5.764.285 Einheiten. Damit beträgt der Downloadanteil am Singlesgeschäft bereits 44,1 Prozent, vor einem Jahr lag dieser Wert erst bei 3,8 Prozent. Insgesamt kommt das UK-Business damit auf über 10,3 Mio. Single-Track-Verkäufe – ein kumuliertes Plus von 48 Prozent. Für Verbandschef Peter Jamieson deutet sich daher bereits ein „neues goldenes Zeitalter für die Single“ an. Der BPI-Chef verwies zudem darauf, dass man in den letzten Wochen sehr erfolgreich bei den Onlineshops darauf gedrängt habe, mehr Indie-Repertoire bereitzustellen. Von den aktuell 17 Charts-Titeln der Indies sei nur einer nicht als Download erhältlich.

Die erfolgreichsten Downloadtitel des ersten Quartals waren „Dakota“ von Stereophonics, „Galvanize“ von Chemical Brothers feat. Q-Tip und „Get Right“ von Jennifer Lopez. Im physischen Geschäft lagen Tony Christie und Peter Kay mit „(Is This The Way To) Amarillo“ vorne. Die Single stellt die Ausnahme zur Regel dar und verkaufte bislang mehr als 650.000 Einheiten. Dahinter platzieren sich „All About You/You’ve Got A Friend“ von McFly und Lopez‘ „Get Right“. Mit dem Debüt der kombinierten Singles-Charts am 17. April könnte auch eine eher männlich-reife Geschmacksverschiebung offenbar werden. Laut jüngsten Ergebnissen der Marktforscher von TNS sind 96 Prozent der britischen Downloadkunden männlich. Und nur sieben Prozent der Briten unter 25 Jahren kaufen Downloads.

Mehr zum Thema