Recorded & Publishing

Briegmann setzt weiter auf CDs

Bei Universal mache das Geschäft mit Klingeltönen und Downloads 2004 weniger als ein Prozent des Umsatzes aus. Er rechne damit, dass Universal auch in vier Jahren noch 75 bis 80 Prozent des Geschäfts mit physischen Tonträgern wie CDs und DVDs mache, erklärte Universal-Chef Frank Briegman gegenüber der „FAZ“.

Bei Universal mache das Geschäft mit Klingeltönen und Downloads 2004 weniger als ein Prozent des Umsatzes aus. Er rechne damit, dass Universal auch in vier Jahren noch 75 bis 80 Prozent des Geschäfts mit physischen Tonträgern wie CDs und DVDs mache, erklärte Universal Music Deutschland-Chef Frank Briegmann gegenüber der „FAZ“. Insgesamt rechne er für 2005 noch mit einem leichten Umsatzrückgang, ein leichtes Plus prognostiziert er erst für 2006. Bisher hatte Universal auf CD-Kopierschutzsysteme verzichtet. Dies soll sich jedoch ändern, sobald ein zuverlässiges DRM-System auf dem Markt ist. Dies soll dann, so Briegmann, „auf breiter Front eingesetzt“ werden. Auch in Sachen Preisstaffelung wird sich nächstes Jahr etwas tun. Briegman will in Anlehnung an das dreistufige BMG-Preismodell ebenfalls Produkte mit unterschiedlichen Preisen auf den Markt bringen. Insgesamt will der Universal-Chef auf nationales Repertoire setzen, da nationale Künstler das größere Identifikationspotenzial böten und so eine stärkere Bindung zum Publikum herstellen könnten, die wiederum die Fans bewege Originale statt Raubkopien zu kaufen. Von der Popkomm erwartet Briegmann vor allem eins – die Generierung von Geschäft: „Wenn die Messe wie zuletzt in Köln nur noch ein Party-Ereignis ist, dann ist sie überflüssig.“