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Brandes greift Mitbewerber an

David Brandes bezieht erneut Position und räumt Stützungskäufe ein, bestreitet aber die Dimension. Außerdem greift er – ohne dabei Namen zu nennen – einen Mitbewerber im Produzentengeschäft an, bei dem es sich offenbar um Ralph Siegel handelt.

David Brandes bezieht erneut Position wegen des Vorwurfs der Charts-Manipulation: Er räumt den Kauf eigener Produkte ein, bestreitet aber die Dimension der Stützungskäufe. Außerdem greift er – ohne dabei Namen zu nennen – einen Mitbewerber im Produzentengeschäft an, bei dem es sich offenbar um Ralph Siegel handelt. Durch Informationen Dritter habe er die Überzeugung gewonnen, „dass eine möglicherweise bezahlte und systematische Kampagne eines Wettbewerbers betrieben wird“, deren Ziel die Disqualifikation von Gracia als Grand-Prix-Teilnehmerin sei. Brandes mahnt an, dass viele der aktuellen Gracia-Kritiker von einem Produzenten betreut würden, „der bereits mehrfach von der Disqualifikation des Erstplatzzierten der nationalen Vorausscheidung beim Grand Prix profitiert hat“. Brandes begrüßt dagegen, „dass der ausrichtende NDR der festen Überzeugung ist, dass Gracia sich unstreitig legitimiert hat, Deutschland im Grand Prix in Kiew zu vertreten“. Brandes ergänzt: „Ich hoffe im Interesse von Gracia, ihren Fans, aber auch im Interesse des NDR, der uns durch seine klare Haltung unterstützt hat, dass die Wahrheit und die Hintergründe dieser Kampagne ans Licht kommen. Ich werde dazu meinen Beitrag leisten.“

Brandes bestätigte erneut, Stützungskäufe für seine Produktionen getätigt zu haben, wies die kolportierte Zahl von 31.000 Tonträgern aber zurück. Er werde „die volle Verantwortung für alles übernehmen, was im Zusammenhang mit diesen Vorwürfen gegen Bros Music vorgetragen wird“. Den Kauf eigener Produktionen bezeichnete er erneut als „übliche Vorgehensweise“. Seine Versuche zur Aufklärung der Vorwürfe seien bislang ignoriert worden. So hätte er keinen Gesprächstermin beim Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft erhalten, und auch Media Control habe ihm oder seinem Anwalt „bis heute nicht das angebliche Belastungsmaterial vorgelegt“.

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