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Bevorzugung von Starbucks verärgert US-Händler

Die Kooperation von Maverick und Warner Music mit Starbucks ärgert den traditionellen Handel in den USA. Die Labels wollen das Jubiläumsalbum von Alanis Morissette zunächst exklusiv über Starbucks vertreiben. Viele Händler rufen nun zum Boykott der Platte auf.

Die Kooperation zwischen Maverick Records und Warner Music mit Starbucks löst im traditionellen Handel in den USA Unfrieden aus. Die Labels wollen das Jubiläumsalbum von Alanis Morissette sechs Wochen lang exklusiv über die Kaffeehauskette vertreiben. VÖ-Termin in den USA ist der 13. Juni, allerdings nur für Starbucks. Erst am 26. Juli kommt die Platte in den regulären Handel.

Viele Händler wollen nun den Verkauf des Albums boykottieren. Die Einzelhandelskette Trans World Entertainment, zu der fast 900 Filialen in ganz Amerika zählen, will weder die Zehnjahres-Sonderausgabe von „Jagged Little Pill“ noch die Originalversion ins Sortiment nehmen, verriet Jerry Kamiler, Einkaufsdirektor für Musikprodukte bei TWE, gegenüber dem Branchenmagazin „Billboard“. Der vollständige Boykott eines Künstlers wäre bei TWE nichts neues: Bereits im Oktober 2003 weigerte sich das Unternehmen, Produkte der Rolling Stones zu listen, nachdem die Band eine Exklusivvereinbarung mit dem Konkurrenten Best Buy eingegangen war.

US-Händler verstehen nicht, warum Maverick und Warner die Morissette-Veröffentlichung nicht genauso behandeln wie z.B. Concord Records seine Ray-Charles-Duette. Damals bekamen Starbucks und die Händler „Genius Loves Company“ gleichzeitig, die Platte wurde ein Millionenseller, wobei Starbucks fast ein Viertel aller CDs verkaufte. „Ich finde, Maverick wäre wesentlich besser beraten, wenn man die Platte überall veröffentlichen würde und dabei trotzdem in 5000 Starbucks-Filialen vertreten ist“, beschwert sich John Kunz, Inhaber des Ladens Waterloo Records im texanischen Austin. Und Joe Nardone, Vice President der unabhängigen Kette Gallery of Sound mit elf Niederlassungen im Bundesstaat Pennsylvania, befürchtet, dass sich Maverick und Warner mit dieser Strategie selbst schaden und sich „in Feindesland“ begeben: „Viele Indie-Händler werden das Album zwar vorhalten, aber sie werden es irgendwo im Eck begraben.“

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