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Berliner CDU macht den Weg frei für Kultursenator Joe Chialo

Einen Tag nach der SPD nickte am 24. April auch die CDU den Koalitionsvertrag für eine schwarz-rote Regierung in Berlin ab. Kai Wegner tritt nun am 27. April zur Wahl zum Regierenden Bürgermeister an. Schon vorab stellte der CDU-Landeschef seine Senatsspitzen vor. Mit dabei auch der aus dem Musikgeschäft bekannte Joe Chialo.

Das Voting der CDU-Delegierten fiel einstimmig aus. Nachdem der Koalitionsvertrag bereits zuvor eine Mehrheit bei der SPD gefunden hatte, ist damit rund zehn Wochen nach der Wiederholungswahl der Weg frei für eine große Koalition in der Nachfolge der bisherigen rot-rot-grünen Landesregierung.

Bei der Berliner CDU nutzte man das eindrucksvolle Abstimmungsergebnis gleich, um seine Spitzenkräfte noch einmal vorzustellen: „Wir freuen uns, heute unser zukünftiges Team für Berlin präsentieren zu können“, hieß es zu einem unter anderem bei Facebook geteilten Foto: „Ein starkes Team für ein gemeinsames Ziel: das Beste für Berlin.“

Neben Kai Wegner als Regierendem Bürgermeister übernimmt demnach Joe Chialo wie erwartet den Posten als Kultursenator. Außerdem mit dabei: Katharina Günther-Wünsch als Bildungssenatorin, Manja Schreiner als Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie Felor Badenberg als Justizsenatorin und Stefan Evers als Finanzsenator.

Schon Anfang Februar hatte der damalige Spitzenkandidat Wegner den Musikmanager Chialo für die prominente Aufgabe eingeplant: „Damit Berlin Kulturhauptstadt bleibt, dafür muss man arbeiten – und Joe Chialo ist dafür genau der Richtige“, sagte der CDU-Politiker damals, und ergänzte: „Mit Joe Chialo als Kultursenator wird Berlin als internationaler Leuchtturm der Kultur noch heller strahlen.“

Im Gespräch mit MusikWoche hatte der Musikmanager schon im Frühjahr 2022 seine Position im Spannungsfeld zwischen Pop und Politik sowie seine Themen und Ziele erläutert.

Joe Chialo tritt als Kultursenator die Nachfolge des Linken-Politikers Klaus Lederer an. Die Clubcommision Berlin bedankte sich bereits unter anderem ebenfalls via Facebook bei dem scheidenden Senator „für sein langjähriges Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz“.