Während sich der Weltmarkt schon fast wieder erholt, musste der sechstgrößte Musikmarkt im Jahr 2004 deutliche Einbußen hinnehmen. Die in der Australian Recording Industry Association (ARIA) organisierten Firmen setzten zuletzt nur noch 63,1 Mio. Tonträger ab – ein Minus von fast 3,8 Prozent. Zusätzlich fielen die damit erzielten Umsätze aufgrund sinkender Preise um über sechs Prozent auf 606,9 Mio. australische Dollar (361,6 Mio. Euro).
Besonders die Einbrüche bei CD-Alben machen dem Musikgeschäft down under zu schaffen: 48,2 Mio. Einheiten entsprechen einem Minus von 4,8 Prozent, der damit verbundene Umsatz sank um 5,5 Prozent auf 509,8 Mio. Dollar. Die australische Musikbranche kann sich bei ihrem Abwärtstrend nicht einmal auf die DVD stützen. Nach Verdoppelungen in diesem Segment in den letzten Jahren legten die DVD-Verkäufe nur noch um 6,5 Prozent auf 5,2 Mio. Stück zu. Doch dabei sanken die Umsätze um 8,1 Prozent auf nur noch 66,9 Mio. Dollar.
Auch der digitale Musikvertrieb kann der australischen Branche nicht helfen. Wichtige Player wie Apple, Napster oder Sony sind dort nicht auf dem Markt vertreten, gleichzeitig nimmt die Verbreitung von Breitbandanschlüssen und das Ausmaß von illegaler P2P-Nutzung stetig zu. Noch vor einem Jahr waren die ARIA-Firmen deutlich im Plus.





