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Angst vor Apple-Übermacht unbegründet

Apple hält sich zwar bereits für den Marktführer im europäischen Downloadgeschäft, doch Analysten warnen vor verfrühten Lobeshymnen. Verlässliche Markteinschätzungen ließen sich erst in einem halben Jahr abgeben.

Apple hält sich zwar bereits jetzt mit seinem iTunes Music Store für den Marktführer im europäischen Downloadgeschäft, doch Experten warnen vor verfrühten Lobeshymnen. Verlässliche Markteinschätzungen ließen sich erst in sechs bis neun Monaten abgeben. „Bis dahin sollte Apple wissen, wie viele iPods in der Hoch- und Weihnachtssaison verkauft wurden. Das wird dann der wahre Gradmesser für die Profitabilität sein“, erklärte Jupiter-Analyst Mark Mulligan in der „Business Week“. Nach den Einschätzungen von Charles Wolf, Analyst bei Needham & Co, verkaufte Apple im zweiten Quartal ein Drittel seiner iPods außerhalb der USA, die meisten davon in Europa. musikwoche-Recherchen zufolge geht die deutsche Branche davon aus, dass Apple allein hierzulande über 100.000 Geräte in den nächsten drei Monaten absetzen wird. Umsätze zwischen 35 und 42 Mio. Euro seien da kein Problem, heißt es bei den Experten. Da dürfte es zumindest Apple nicht stören, dass sich der Downloadmarkt in Europa noch vergleichsweise langsam entwickelt. „Und er wird auch nicht von heute auf morgen explodieren“, meint Jupiter-Mann Mulligan. Dies zeigt sich deutlich an der Zahl der Downloads, die der iTunes Music Store in seinen vier Filialen bislang verkauft hat. Die 100-Mio.-Grenze peil Apple bereits seit mehreren Tagen mit einer Promo-Aktion an, doch noch fehlen ein paar Verkäufe. Am 7. Juli um 17 Uhr waren es 97.416.345 Songs, mindestens 1,5 Mio. davon stammten aus den europäischen Shops. Laut Charles Wolf dürfe man jedoch in Zukunft auch die OD2-Shops, Sonys Connect und den kommenden Shop der Handelskette Virgin nicht unterschätzen.

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