Charts

Charts: Pole-Premiere für Lord Of The Lost

Lord Of The Lost schwingen sich in den Offiziellen Deutschen Longplaycharts mit „Blood & Glitter“ zum ersten Mal in ihrer Karriere auf den Gipfel. In den nach dem Auszug der Weihnachtslieder stark umgewälzten Top 100 Singles springen David Guetta und Bebe Rexha mit „I’m Good (Blue)“ von 36 auf eins – und 73 Wiedereinsteiger bedeuten einen neuen Rekord.

Die Hamburger Darkrock-Band Lord Of The Lost übernimmt mit dem neu gelisteten Album „Blood & Glitter“ zum ersten Mal in ihrer Karriere die Führungsposition der Top 100 Longplay in den Offiziellen Deutschen Charts. Obwohl das Quintett mit dem letzten Studioalbum „Judas“ 2021 schon Rang zwei erreichte, verblüffe der Triumph laut ihrem Label Napalm Records doch: Denn die Band habe „allen Marketingmechanismen der Branche widersprochen und das neue Studioalbum überraschend quasi über Nacht zum Jahresende 2022 veröffentlicht“.

Bandgründer und Mastermind Chris Harms meint: „Niemand hat damit gerechnet! Und wir am allerwenigsten. Aus dem Stand, nach nur sechs Tagen Vorverkauf, schaffen wir (und damit meinen wir unsere Fans und uns als Band) die Sensation: WE ARE 1!“

Auch den zweiten Platz sichert sich ein frisch in die aktuelle Albumhitliste einziehendes Quintett, nämlich die Südtiroler Punkrockcombo Unantastbar mit „Wir leben laut“.

Die jetzt als Duo reformierte Band Jupiter Jones gelangt mit der Feststellung „Die Sonne ist ein Zwergstern“ aus dem Stand auf den dritten Rang. Die Top 5 komplettieren weitere Neuzugänge: der frühere Puhdys-Sänger Dieter Birr alias Maschine und sein Werk „Große Herzen“ an vierter Stelle vor Feuerschwanz, der zweiten Band aus dem Künstlerstamm von Napalm Records im Vorderfeld, mit „Todsünden“.

Sidos Album „Paul“ sinkt von zwei auf sechs, und leicht nacht unten orientieren müssen sich zudem Taylor Swift (mit „Midnights“ von fünf auf sieben) und Rammstein, deren Album „Zeit“ nun Rang acht belegt (Vorwoche: sieben).

Wieder in die Top 10 einreihen können sich Kerstin Ott und ihr Sampler „Best Ott“ (von 20 auf neun) sowie Roland Kaiser, dessen Longplayer „Perspektiven“ von 16 auf zehn klettert.

Außer den Top 5 gibt es keine weiteren Neuzugänge in der Albumhitliste.

Universal Music bleibt mit 56,3 Prozent Marktanteil Champion der Vertriebsrangliste im Longplaybereich. Sony Music rangiert auf dem zweiten Platz (13,4 Prozent) nur knapp vor Believe/GoodToGo (12,0 Prozent). Tonpool schafft es mittels 9,3 Prozent auf den vierten Platz und lässt somit auch den Major Warner Music (7,2 Prozent) hinter sich.

Völlig umgekrempelt präsentieren sich die Top 100 Singles: Nach dem Rekordaufkommen von 78 Weihnachtsliedern in der Vorwoche setzen hier nun 73 Wiedereinsteiger ebenfalls eine neue Höchstmarke und steigern, wie GfK Entertainment bestätigt, den bisherigen Bestwert von vor einem Jahr von 64 Reentrys.

In den Kampf um die Spitze können die zahlreichen Charts-Rückkehrer und -kehrerinnen indes nicht eingreifen – höchster Wiedereinsteiger ist der Spitzenreiter der deutschen Singles-Jahrescharts 2022, „Layla“ von DJ Robin & Schürze, auf Listenplatz 16.

Von Rang 36 auf eins katapultieren sich derweil David Guetta & Bebe Rexha mit ihrer Kollaboration „I’m Good (Blue)“, die somit in ihrer 19. Chartswoche doch noch die prestigeträchtige Pole Position erreicht.

Aufs Podest zurück gelangen zwei ehemalige Nummer eins-Hits: „Zukunft Pink“ von Peter Fox feat. Inéz (per Sprung von Platz 22 auf zwei) sowie Nina Chubas „Wildberry Lillet“ (von 31 auf drei).

Sam Smith und Kim Petras rauschen mit ihrem Duett „Unholy“ von 39 auf vier vor, und um exakt 40 Plätze auf fünf verbessert sich der Track „Escapism“ von Raye feat. 070 Shake.

Höchster von nur drei Neuzugängen ist auf Platz 63 das Stück „Kill Bill“ von der US-amerikanischen R&B-Sängerin Sza.

Die Distributorenwertung sieht auch für die Top 100 Singles Universal Music vorn, aber mit 42,4 Prozent Wochenanteil nicht so weit entrückt wie bei den Alben. Sony Music hat 27,1 Prozent zu Buche stehen, Warner Music 23,1 Prozent und Believe/Good To Go 4,0 Prozent.

„Bravo – The Hits 2022“ bleibt Dominator der Top 30 Compilations. Die „Après Ski-Hits 2022“ klettern von drei auf zwei und tauschen den Platz mit „Die ultimative Chart Show – Die erfolgreichsten Hits 2022“.

Höchster neu geführter Titel ist auf Position vier die Kopplung „Unsere Hits 2023“ aus dem Hause Telamo.

Universal Music erscheint hier im Vertriebsranking anhand eines Anteils von 65,1 Prozent einstweilen weiterhin übermächtig. Warner Music reichen 17,0 Prozent, um Sony Music (14,3 Prozent) zu übertreffen. Pavement Records nimmt Platz vier ein (1,6 Prozent) vor Kontor/Edel (1,4 Prozent).

Aufgrund des Feiertags Heilige Drei Könige am 6. Januar in mehreren Bundesländern hat GfK Entertainment für diese Chartswoche den Erhebungszeitraum um einen Tag auf sechs Tage verkürzt (30. Dezember 2022 bis 4. Januar 2023). Die Werte für den 5. Januar fließen in die nächste Chartswoche mit ein, für die dann der Erhebungszeitraum acht Tage beträgt.