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Olympiapark erzielt positives Jahresergebnis

Der Olympiapark München erwirtschaftete für das Geschäftsjahr 2025 ein Jahresergebnis in Höhe von 1,9 Millionen Euro. Das sind 5,1 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum, als der Spielstättenbetreiber ein Ergebnis von sieben Millionen einfuhr.

“Mit diesem Abschluss müssen wir uns auf keinen Fall verstecken, auch wenn es deutlich unter dem des Vorjahres liegt“, erläutert Marion Schöne, Geschäftsführerin Olympiapark München. „Im Gegenteil, wir können stolz darauf sein. Denn das Geschäftsjahr 2025 lässt sich nicht mit 2024 vergleichen. So zählte das Olympiastadion marktbedingt nur ein statt zehn Open-Airs und es gab auch keine vergleichbaren Events wie die 31-tägige Fan Zone zur EURO oder die Handball-EM. Darüber hinaus war der Olympiaturm ganzjährig und das Olympiastadion ab September wegen Sanierung geschlossen. Trotz all dem ist es uns gelungen, mit neuen Attraktionen und Events 4,6 Millionen Menschen zu begeistern und ein Ergebnis zu erwirtschaften, das auf dem hohen Niveau der Vor-Corona-Jahre liegt.“

Mit einem Ergebnisbeitrag von rund 3,7 Millionen Euro erzielte allein die Olympiahalle eine Steigerung von 2,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Auch die Außenanlagen verzeichneten durch Veranstaltungen wie dem Fan Festival zum Champions League Finale 2025 und dem Biathlon-Event LoopOne Festival ein positives Ergebnis. Für das Berichtsjahr wurde im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft von der OMG eine Umsatzpacht in Höhe von 2,2 Millionen Euro an die Landeshauptstadt München gezahlt.

Die Umsätze reduzierten sich auf Gesamtbetriebsebene um 7,9 Millionen Euro (minus 20 Prozent) auf 31,5 Millionen Euro (Vorjahr 39,4 Millionen Euro). Die Umsätze der Kern-OMG – also ohne das Olympia-Actionsportzentrum (OASZ/MAP), ehemals Olympia-Eissportzentrum (OESZ), das Leistungszentrum München für Rudern und Kanu (LZM) und den Olympiastützpunkt Bayern (OSP) – sanken um 7,8 Millionen Euro auf 29,4 Millionen Euro. Allein durch die sanierungsbedingte Schließung des Olympiaturms und die geringe Anzahl von Open-Airs verringerten sich die Umsätze um rund fünf Millionen Euro. Den größten Umsatzzuwachs um 23 Prozent auf 2,2 Millionen Euro konnte die Olympiahalle erzielen.

„Aufgrund der prekären Haushaltssituation der Landeshauptstadt reduzierte die Gesellschafterin ihre Investitionsmittelzuschüsse erheblich“, so der Bericht weiter. So zahlte die Stadt München für 2025 lediglich 477.000 Euro Investitionsmittel an die OMG. Der Olympiapark musste deshalb auf einen Teil der für 2025 vorgesehenen Investitionen in Höhe von 800.000 Euro verzichten und muss ab dem Jahr 2026 sämtliche Investitionen aus Eigenmitteln finanzieren. 

Insgesamt zählte der Olympiapark im vergangenen Jahr bei 372 Events 3,4 Millionen Besucher:innen an 732 Veranstaltungstagen. Im Vorjahr waren es noch 4,3 Millionen. Inkludiert in den 372 Events im Jahr 2025 sind hier die Veranstaltungen im SAP Garden und das erste Konzert in der Allianz Arena, die bis einschließlich 2027 während der Stadionsanierung als Ausweichspielstätte für Open-Airs dient. „Ich freue mich sehr, dass die Kooperation mit der Allianz Arena GmbH im letzten als auch in diesem Jahr so hervorragend funktioniert. Die Open-Airs als Vertragspartner der Konzertveranstalter in der Fröttmaninger Arena ausrichten zu können, ist für die OMG während der Sanierungszeit von großer wirtschaftlicher Bedeutung“, so Schöne weiter.

Das Olympiastadion, das bis zu seiner Schließung im September 2025 im laufenden Betrieb saniert wurde, habe marktbedingt deutlich weniger Events als in den beiden Vorjahren gezählt. Lediglich das Konzert von Robbie Williams und das Superbloom Festival fanden hier statt. Dafür feierte die Allianz Arena mit einem Konzert von Guns N’ Roses Premiere. Die Zusammenarbeit mit der Allianz Arena GmbH habe sich als sehr erfolgreich erwiesen, wobei die OMG bei den Konzerten Vertragspartner für die Veranstalter war und ist. Der Ausblick auf das Jahr 2026 sei wiederum erfreulich: Denn in der Allianz Arena werden in der fußballfreien Zeit neun Open-Airs stattfinden.

„Wie schon 2024 war die Olympiahalle hervorragend gebucht“, heißt es im Geschäftsbericht weiter. Konzerte, Shows und andere Veranstaltungsformate lockten erneut über 1,1 Millionen Besucher:innen in Münchens größte Halle. Wirtschaftlich besonders attraktiv waren die Shows von Dua Lipa mit zwei Konzertabenden, Drake und Tream mit jeweils drei Konzerten und Katy Perry. Viermal trat der Comedian Teddy auf , während Apache 207 drei Shows spielte. Erwähnenswert sei zudem der Auftritt von Ed Sheeran, der die Olympiahalle für sein einziges Hallen-Konzert in Deutschland ausgewählt hatte.

Der Ausstellungssommer in der Kleinen Olympiahalle bot den Gästen des Parks im Berichtsjahr die Ausstellung „Körperwelten“, die 150.000 Besucher:innen anzog. Komplettiert wurde das Eventangebot von diversen Musicals, Sportevents sowie B2B-Veranstaltungen wie dem Ferrari Product Launch.

Obwohl das Veranstaltungsjahr 2025 in einigen Bereichen positiv gesehen werden könne, zwinge der Blick auf die Sanierungen der nächsten Jahre und die zunehmende Konkurrenz dazu, neue Geschäftsfelder zu erschließen. „Ein erster Schritt dazu wurde mit der Erschließung des Hans-Jochen-Vogel-Platzes als Open-Air-Location für kleinere Produktionen getan, wo am die Toten Hosen auftreten. Darüber hinaus sollen neue Konzertformate etabliert werden, die eine Spielstätte für mehrere Veranstaltungstage nutzen.

Im Bereich Kommunikation und ‍digitale Medien sei der Gesellschaft klargewesen, dass nach den Höhepunkten im Berichtsjahr 2024 nicht ein weiteres Rekordjahr folgen konnte. Dennoch gelang es in der Kommunikation die Zahlen auf hohem Niveau zu halten, vor allem auch im Vergleich zu 2023 und den Jahren davor.

„Sehr stark präsentierten sich die Social Media-Kanäle, deren Ergebnisse nicht weit hinter die des Vorjahres zurückfielen. Entscheidend waren wie immer die Sommermonate. Vor allem die Gesamtreichweite ging nur geringfügig auf 58,23 Millionen (Vorjahr: 60,89 Millionen) zurück. Der Follower-Zuwachs aus 2024 konnte nicht nur gehalten, sondern noch wesentlich ausgebaut werden, von rund 280.000 auf über 353.000 Follower auf allen Kanälen des Olympiaparks. Die drei stärksten Plattformen konnten gute bis hervorragende Wachstumszahlen verbuchen: Bei Facebook waren es plus 10,8 Prozent, bei Instagram 31,6 Prozent und bei TikTok 101,9 Prozent.“

Auf gutem Niveau hätten sich die Zahlen der Olympiapark-Website gehalten. „Bei der Verweildauer konnte sie im Vergleich zum Vorjahr sogar zulegen. 3,8 Millionen Besucher:innen riefen 11,8 Millionen Seiten auf. Auch wenn die absoluten Zugriffe um etwa 30 Prozent rückläufig waren (den wenigen Open-Airs geschuldet), deuten die nur geringfügig zurückgegangenen aufgerufenen Seiten auf eine wesentlich höhere Verweildauer und ein besseres Besuchererlebnis hin. Die Qualität des Traffics und die Marktstellung blieben also stark“, so der Jahresbericht weiter.

„Auch die Zielgruppenrelevanz wurde durch dieses Zahlenverhältnis deutlich belegt. 2025 konnten 61,8 Millionen Google Impressions verzeichnet werden – wegen des insgesamt geringeren Traffics etwas weniger als 2024. Aber auch hier schlug sich die qualitative Verbesserung in einer erhöhten durchschnittlichen Klickrate von hervorragenden 5,6 Prozent nieder. Zudem stellte sich der Olympiapark erfolgreich auf die neue Ära der KI-Suche ein. Ein weiteres, großes Thema im Bereich der Website war die Vervollständigung der Barrierefreiheit, die nun alle Vorgaben des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes erfüllt.“

Auch die Erlöse aus den Marketingpaketen hätten sich erfreulich entwickelt. „Bestehend aus den Säulen Out of Home, Digital Ads und Social Media wurde ein sechsstelliger Umsatz generiert. Die Markeneinführung von Olympiapark Sports und die Kampagne zur Neuausrichtung der VIP Packages waren zudem Schwerpunkte des Marketings. Erfolgreich zeigte sich die Pressearbeit. Zum Beispiel bei Eigenveranstaltungen wie dem Osterfest, dem Sommernachtstraum, MASH und dem Sommerfestival, die sehr gut in die Medienlandschaft transportiert werden konnten.“

Verena Dietl, Aufsichtsratsvorsitzende Olympiapark und dritte Bürgermeisterin, betont: „Für die Landeshauptstadt München ist der Olympiapark überaus wichtig, als internationales Veranstaltungszentrum, als Freizeitsporteinrichtung und als touristische Destination von Weltruf. Seine Attraktivität ist auch nach über fünf Jahrzehnten ungebrochen. Den Park erfolgreich zu betreiben und weiterzuentwickeln ist bei den aktuellen Rahmenbedingungen eine große Aufgabe. Darum gilt mein Dank Marion Schöne und ihrem Team. Trotz Baustellen und gestiegenen Betriebskosten ist es ihnen gelungen, einen positiven Jahresabschluss zu erwirtschaften und den Münchnerinnen und Münchnern sowie Gästen aus aller Welt wunderbare Veranstaltungen und Freizeitangebote zu bieten.“

Im Bereich der Veranstaltungen seien es vor allem die sehr gut gebuchte Olympiahalle und das Außengelände gewesen, die jeweils über eine Million Besucher:innen zählten und somit wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg beigetragen hätten, heißt es im Jahresbericht.

Was den Geschäftsbereich Freizeit- und Tourismuseinrichtungen betrifft, so fiel die Besucherbilanz mit 1,2 Millionen Gästen sanierungsbedingt „nicht so gut aus wie im Vorjahr“, als noch 1,4 Millionen gekommen waren. „Hier machten sich die Schließung des Olympiaturms und des -stadions deutlich bemerkbar. Umso wichtiger war es, unter anderem Anfang Dezember mit der ersten Halle des Munich Action Parks (MAP), den Münchner:innen ein neues und attraktives Freizeitsport-Angebot machen zu können und das touristische Programm mit dem Skylift als alternativen Aussichtspunkt zu erweitern.“

„Die Sanierungen sowie die weltwirtschaftliche Lage werden den Betrieb und die Vermarktung des Olympiaparks in den nächsten Jahren nicht leicht machen“, prognostiziert Marion Schöne. „Aber vorausschauend zu agieren und für Herausforderungen Lösungen zu finden, ist für uns selbstverständlich. Die Aussicht, den Olympiapark nach Abschluss der Sanierungen wieder uneingeschränkt nutzen zu können und mit der Chance, 2029 oder 2031 die Leichtathletik WM ausrichten zu können und 20XX vielleicht sogar noch einmal die Olympischen Spiele, sind aller Mühen und Investitionen wert sowie Motivation pur.“