An den drei Festivaltagen spielten mehr als 100 Bands aus 16 verschiedenen europäischen Ländern, Australien und den USA vor etwas mehr als 5000 Besuchenden. Wie in den Vorjahren fanden die Konzerte in Kirchen, Museen, Kunstgalerien, Plattenläden, Straßenbahnen, öffentlichen Plätzen sowie in Clubs und Kulturzentren der Nürnberger Altstadt statt.
Auf der das Festival begleitenden Pop Conference mit 40 Programmpunkten nahmen mehr als 350 Vertreterinnen und Vertreter aus der Musikwirtschaft, Musikerinnen und Musiker teil. Besonders die international ausgerichteten Angebote wie das neue Nürnberg Pop Projekt „HipHop Exchange Europe“ und Panels zu Fragestellungen wie „How To Enter The German Music Market“, ein Booker Round Table oder die Runde „Independent Music At Crossroads“ mit dem Johann Scheerer, CEO Clouds Hill, „erfreuten sich großer Beliebtheit“, heißt es aus der fränkischen Metropole.
Die in Zusammenarbeit mit dem VPBy, dem VUT und Pro Musik als spezielles Angebot für Musikerinnen und Musiker am Festivalsamstag ausgerichtete Festivalkneipe mit zahlreichen Workshops, Fortbildungsmöglichkeiten und Impulsen von unter anderem Basti Zeitz (Management Roy Bianco & die Abbrunzati Boys) oder LGoony waren „stark frequentiert“.
„Wir blicken mit voller Zufriedenheit auf das diesjährige Nürnberg Pop zurück“, sagt Thomas Wurm von der Festivalleitung. „Vor allem die Neuausrichtung der Pop Conference mit vielen neuen Angeboten und der neue Festivaltag am Donnerstag mit Modeselektor beim Eröffnungskonzert und Nachtkinder bei unserem ersten Festival Get Together in einer Szenekneipe haben wunderbar funktioniert und sind dann wohl gekommen, um zu bleiben.“
David Lodhi von der Festivalleitung, spürt an der jährlich steigenden Nachfrage an dem was man mache, „dass das so verkehrt nicht zu sein scheint. Neue Partnerschaften und Kooperationen wie mit der Popakademie Mannheim, der Nürnberger Hochschule für Musik oder im europäischen Kontext mit immer mehr Ländern, mit denen wir teils im Rahmen von Talent Exchange Projekten zusammenarbeiten und junge bayrische Acts zum Beispiel auf Showcasefestivals in Schweden und Spanien vermitteln, skalieren unser Schaffen immer mehr in den ganzjährigen Kontext, wo er für uns schon seit mehreren Jahren stattfindet. Diese Sichtbarkeit spüren wir auch an den Festivaltagen und das fühlt sich gut an.“
Im Rahmen von Nürnberg Pop wurde am 8. Oktober auch wieder der Nürnberger Popkulturpreis GUNDA verliehen. Die Preisvergabe fand im Deutsche Museum am Tag der Festivaleröffnung statt. Als „Newcomer national“ wurde Udo West ausgezeichnet, wofür die Band aus Unterfranken Preisgeld in Höhe von 1000 Euro erhielt. Das Nürnberger Trio Nachtkinder freute sich ebenfalls über 1000 Euro und und einen mehrtägigen Tonstudio-Aufenthalt im Off63 in Wuppertal für den Preis in der Kategorie „Artist regional“.
Als „Kulturort“ wurde die Kaiserburg in Nürnberg ausgezeichnet, ein Restaurant im Nürnberger Burgviertel, das im historischen Gewölbekeller eine Bühne für Live-Musik etabliert hat. Auch dieser Preis ist mit 1000 Euro dotiert, genauso wie die Auszeichnung des Verbands Pro Musik in der Kategorie „Empowerment“. Der PSD GUNDA Sonderpreis ging an den Verein Waldstock, der seit mehr als 30 Jahren für unabhängige Jugend- und Subkultur in Pegnitz und darüber hinaussteht und das seit 1994 stattfindende Waldstock-Festival auf dem Pegnitzer Schlossberg ausrichtet. Hierfür gab es ebenfalls 1000 Euro Preisgeld.
Den Nachwuchspreis der lokalen Leidenschaften Stroboskop ging an die Nürnberger Band Hi Mum, die nun beim Nürnberg Pop 2027 auftreten darf. Die Ausgabe im nächsten Jahr geht vom 7. bis 9. Oktober über die Bühne.






