Zunächst aber machte der President & CEO des Live-Nation-Konzerns klar, warum er auch weiterhin große Erwartungen ins Geschäft mit Live Entertainment setzt: „In einer Welt der nicht enden wollenden Bildschirme voller KI-generiertem Allerlei ist das letzte, was sich noch nicht nachahmen lässt, das persönliche Miterleben“, sagt Rapino. Das führe unterm Strich dazu, dass Künstler:innen ihre Musik heute zu mehr Fans an mehr Orten als je zuvor bringen würden: „Und die Fans kommen in Rekordzahlen.“
Dafür lieferte der Live-Nation-Konzernchef gleich noch einen Beleg mit: „Bis Ende Oktober haben wir 170 Millionen Tickets verkauft; das entspricht einem Anstieg um 13 Prozent und übertrifft bereits das Gesamtergebnis des Vorjahres“, sagte er: „Wir gehen nun davon aus, im Jahr 2026 fast 180 Millionen Fans begrüßen zu dürfen.“ Allein im aktuellen Quartal seien die Zahlen der Besucher:innen im Vorjahresvergleich um 19 Prozent gestiegen.
„Zudem haben die internationalen Märkte seit Jahresbeginn die USA sowohl bei der Zahl der Konzertgäste als auch bei den Sponsoring-Einnahmen überholt – ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie global die Live-Musikbranche geworden ist“, führte Michael Rapino weiter aus.
Auf diese Entwicklung will der Konzernchef ganz offenbar weiter aufbauen: „Wir investieren weltweit in weitere Veranstaltungsorte“, sagte er, ohne indes zum Beispiel die Munich Arena zu erwähnen, für die es erst kürzlich den ersten Spatenstich gab. „Damit bieten wir Artists mehr Bühnen, um ihre Karriere voranzutreiben, und Fans mehr Gelegenheiten, die Magie von Livemusik zu erleben.“ Dank eines zweistelligen Wachstums beim bereinigten operativen Ergebnis in allen drei Geschäftsbereichen befinde sich Live Nation „auf dem besten Weg zu einem weiteren Rekordjahr – und zu einem anhaltenden zweistelligen Wachstum in den kommenden Jahren“, blickte Rapino voraus.
Konzertweit erzielte Live Nation in den drei Monaten bis Ende September 2026 bei Einnahmen in Höhe von 10,1 Milliarden Dollar ein Umsatzplus von 19 Prozent, das operative Betriebsergebnis wuchs um 13 Prozent auf 892 Millionen Dollar das angepasste operative Ergebnis legte um 14 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar zu.
Die Konzertsparte von Live Nation wuchs im dritten Quartal bei Umsätzen von 8,7 Milliarden Dollar um 20 Prozent, das angepasste Ergebnis in diesem Bereich legte um 17 Prozent zu. Die Zahl der Zuschauenden kletterte im Vorjahresvergleich weltweit um 19 Prozent auf 61 Millionen, wobei das Plus in Nordamerika bei 13 Prozent lag, während es international um 29 Prozent aufwärts ging.
Für die Sparte Venue Nation strich Rapino unter anderem prozentual zweistellige Zuwächse bei den Ausgaben der Fans in den europäischen Spielstätten vor Ort heraus, während die Einnahmen aus dem Sponsoring im Q3 um 14 Prozent auf 506 Millionen Dollar wuchsen – bei einem angepassten operativen Ergebnis in Höhe von 350 Millionen Dollar (plus zwölf Prozent).
Für den Ticketmaster-Zweig weist Live Nation fürs dritte Geschäftsjahresquartal schließlich bei Umsätzen von 870 Millionen Dollar ein Plus von neun Prozent aus, und ein AOI-Ergebnis von 316 Millionen Dollar, was einem Zuwachs um zehn Prozent entspricht.






