Das bestätigt ein ARD-Sprecher gegenüber epd. Laut dem Nachrichtendienst sei die Initiative von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender ausgegangen. Da es immer mehr Kooperationen und künftig auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel gebe, sei „ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar“, begründet die ARD den Schritt.
Doch das sei nicht der einzige Grund: Offenbar sei auch ein Wettbewerb „fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergibt“, heißt es. Den ARD-Hörspieltagen droht laut epd vorerst allerdings nicht das Ende. So gebe es einen Termin für dieses Jahr. Man wolle das Festival „neu aufsetzen“, so ein ARD-Sprecher. Vorgesehen ist offenbar, verstärkt neue Produktionen und Premieren in öffentlichen Vorführungen zu präsentieren.
Bei dem jährlich ausgerichteten Wettbewerb konkurrierten ab 2015 zwölf Stücke, die von den neun ARD-Landesrundfunkanstalten, dem Deutschlandradio, dem Österreichischen Rundfunk (ORF) und dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) eingereicht wurden. Jede Anstalt nominierte eine Produktion. Erhalten bleibt der Kinderhörspieltag am Sonntag im Rahmen der Hörspieltage, ebenso der Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe und der Deutsche Kinderhörspielpreis.






