Nachdem sie letzte Woche von Rammstein auf Platz zwei verwiesen wurde, holt sich Helene Fischer mit ihrem gleichnamigen Album nun die Tabellenführung bei den Longplayern in den Offiziellen Deutschen Charts zurück. Laut GfK Entertainment schob sich Fischer in der aktuellen Erhebungswoche „auf den letzten Metern“ noch an Rapper Marteria vorbei, der mit „Roswell“ höchster Neueinsteiger auf Rang zwei ist, aber seinen zweiten Sprung nach ganz oben nach 2014 knapp verpasst.
Die Böhsen Onkelz setzen sich mit dem Konzertmitschnitt „Live in Dortmund II“ ad hoc an die dritte Position.
Von null auf vier gelangen Kraftwerk mit ihrer Box „3-D Der Katalog“. Dazu verlautet Bernd Dopp, Chairman & CEO von Warner Music Central Europe: „Es ist für unser Haus eine große Ehre und ein Privileg, mit ‚Kraftwerk 3-D Der Katalog‘ die grandiose Werkschau einer der wichtigsten und einflussreichsten Bands der elektronischen Musik Deutschlands zu veröffentlichen, und gratulieren herzlich zum Top-4-Chartentry.“ Die Edition dokumentiert die spektakuläre Multimedia-Liveshow der Düsseldorfer Elektronikpioniere zu den Neuaufnahmen ihrer acht klassischen Studioalben „Autobahn“, „Radio-Aktivität“, „Trans Europa Express“, „Die Mensch-Maschine“, „Computerwelt“, „Techno Pop“, „The Mix“ und „Tour De France“.
Als Wiedereinsteiger auf Platz fünf bringen es in dieser Woche die Beatles mit der zum 50-jährigen Jubiläum neu gemasterten Version ihres Albumklassikers „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ – 1967 auch in Deutschland eine Nummer eins.
Rammstein, die am Pfingstwochenende als Headliner bei Rock am Ring und Rock im Park auf der Bühne stehen, belegen mit ihrer Konzertkonserve „Rammstein: Paris“ nun den sechsten Platz. Die „Laune der Natur“ lässt Die Toten Hosen in dieser Woche von vier auf sieben abgleiten. Frauenarzt & Taktlo$$ bemühen gleich „Gott“ in ihrem Albumtitel – und schaffen damit den Neueinstieg auf Position acht. Ed Sheeran verliert mit „÷ Divide“ etwas an Fahrt und fällt dementsprechend von fünf auf neun zurück. Gregor Meyle landet mit „Meylensteine Vol. 2“, dem neuen Album zu seinem Fernsehformat auf Vox, direkt auf dem zehnten Platz.
Die schottische Metal-Combo Alestorm greift mit „No Grave But The Sea“ auf Rang 14 ins Geschehen ein. Unmittelbar dahinter folgen zwei weitere Neuzugänge mit Alphonso Williams, dem diesjährigen Staffelsieger von „Deutschland sucht den Superstar“, mit „Mr. Bling Bling Classics“, und Liedermacher Konstantin Wecker, der am 1. Juni seinen 70. Geburtstag feierte, und mit dem Einzug auf Platz 16 erfolgreich die Kombination von „Poesie und Widerstand“ propagiert.
Elif, die deutsch-türkische Sängerin und Songschreiberin aus Berlin, kommt nach der ersten Verkaufswoche von „Doppelleben“ auf Rang 17 an – und damit eine Stelle vor Shakira und „El Dorado“.
In den Top 100 Singles halten sich Luis Fonsi und Daddy Yankee und ihr Hit „Despacito“ (inklusive der eingerechneten Verkäufe des Remixes mit Justin Bieber) auf der Pole Position. Von acht auf zwei vor rückt Robin Schulz im Verbund mit James Blunt mit „OK“. Entsprechend fallen um jeweils eine Position die Songs „No Roots“ von Alice Merton (von zwei auf drei), „Shape Of You“ von Ed Sheeran (von drei auf vier) sowie „I’m The One“ von DJ Khaled feat. Justin Bieber, Quavo, Chance The Rapper & Lil Wayne (von vier auf fünf).
Frisch in die Top 10 bringen es hier Helene Fischers „Herzbeben“ per Sprung von 25 auf acht und Kay One, dessen Single „Louis Louis“ von zwölf auf neun klettert.
Bushido ist mit „Papa“ höchster Neueinsteiger auf Position 22. Und Marteria platziert im Zuge seines Einstiegs bei den Alben hier gleich acht Titel in den Top 100: „Das Geld muss weg“ verbessert sich um 30 Plätze auf Rang 37. „Aliens“, eine Kollaboration Marterias mit Teutilla, ist Wiedereinsteiger auf Position 58, und neu dabei sind die Marteria-Stücke „Scotty beam mich hoch“ (Platz 62), „El Presidente“ (71), „Tauchstation“ (83), „Roswell“ (86), „Blue Marlin“ (88) und „Cadillac“ (99).
In den Top 30 Compilations übernehmen die „Bravo Hits 97“ wieder die Spitze und verdrängen „Dieter Bohlen – Die Megahits“ auf den zweiten Rang. Als einziger Neueinsteiger ins Vorderfeld schafft es auf Rang drei „Future Trance Vol. 80“, die Jubiläumsausgabe einer der langlebigsten Formate auf dem Feld der Dance- und Elektronik-Kopplungen.
Alle Charts von MusikWoche im Überblick finden Abonnenten hier.






